Feier vom Leiden und Sterben Christi

"O Jesu, all mein Leben bist du"

DOMRADIO.DE überträgt die Feier vom Leiden und Sterben Christi aus dem Kölner Dom mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Der Mädchenchor am Kölner Dom singt unter der Leiutng von Oliver Sperling und Cécilia Bazile.

Feier vom Leiden und Sterben Christi / © Nicolas Ottersbach (DR)
Feier vom Leiden und Sterben Christi / © Nicolas Ottersbach ( DR )

Die Karfreitagsliturgie ist ein besonderer Gottesdienst, keine Eucharistiefeier, der um 15 Uhr an die Todestunde Jesu erinnert. Die Orgel und Glocken schweigen. 

Die Sängerinnen gestalten die Liturgie u. a. mit der Johannespassion von Oliver Sperling und weiteren Kompositionen von Tomás Luis de Victoria und Knut Nystedt. 

Besondere Verehrung des Kreuzs

Die Karfreitagsliturgie beginnt in allen Gemeinden in aller Stille. Vor dem Altar auf dem Boden ausgestreckt, verharrt der Bischof bzw. Priester zunächst in schweigendem Gebet. Die drei Abschnitte des Gottesdienstes bestehen aus dem Wortgottesdienst mit der Lesung des vierten Liedes vom Gottesknecht (Jes 52, 13 – 53, 12) und der Passion nach Johannes (Joh 18, 1 – 19, 42) sowie den Großen Fürbitten in den Anliegen von Kirche und Welt, der Verehrung des Kreuzes durch alle am Gottesdienst Teilnehmenden und der Kommunionfeier als Verbindung der Gläubigen mit Jesus Christus im Sakrament seiner Liebe. Auf eine Eucharistiefeier wird am Karfreitag seit alter Zeit verzichtet.

Eindrücke der Karfreitagsliturgie zur Feier vom Leiden und Sterben Christi am 18. April 2025 aus dem Kölner Dom mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. / © Nicolas Ottersbach (DR)
Eindrücke der Karfreitagsliturgie zur Feier vom Leiden und Sterben Christi am 18. April 2025 aus dem Kölner Dom mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. / © Nicolas Ottersbach ( DR )

Der Karfreitag zeigt einerseits die Erniedrigung des Menschen Jesus und sein äußerliches Scheitern am Kreuz. Gleichzeitig wird dieses schmähliche Leiden und Sterben Jesu mithilfe biblischer Aussagen theologisch gedeutet als Heil, als Erlösung für die Menschen.

Karfreitag

Am Karfreitag gedenken die Christen des Leidens und Sterbens Jesu. Theologisch ist der Feiertag untrennbar mit Ostern als dem Fest der Auferstehung verbunden.

Das Wort "Kar" kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet "Kummer". Karfreitag gedenken Katholiken und Protestanten der Kreuzigung Jesu. Neben Aschermittwoch ist dies der einzige Tag, der in der katholischen Kirche als strenger Buß- und Fasttag gilt.

Karfreitag ist ein stiller Feiertag (dpa)
Karfreitag ist ein stiller Feiertag / ( dpa )
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