Leo XIV. will beim Kreuzweg am Karfreitag am Kolosseum ein Zeichen für die leidende Welt setzen. Dass er das Holzkreuz durch alle 14 Stationen selbst tragen werde, zeige, wofür der Papst stehe, sagte er am Dienstagabend in Castel Gandolfo: "ein spiritueller Führer in der heutigen Welt, eine Stimme, die verkündet, dass Christus noch immer leidet".
"Auch ich trage all dieses Leid im Gebet und möchte alle Menschen guten Willens einladen, gemeinsam diesen Weg zu gehen und zu suchen, wie auch wir Friedensbotschafter sein können", sagte Leo XVI. auf Journalistenfragen vor der Rückkehr von seinem freien Tag in den Albaner Bergen.
Meditationen wohl mit Nahost-Bezug
Am Dienstag meldeten Vatikan-Medien, dass Leo XIV. als erster Papst seit vielen Jahren beim Kreuzweg am Kolosseum das Kreuz durch alle Stationen tragen wolle. In den Vorjahren hatte Papst Franziskus wegen seiner Gehbehinderung diese symbolische Geste anderen Gläubigen überlassen.
Die Texte der Meditationen für die Feier im Andenken an den Weg Jesu nach Golgota vor fast 2.000 Jahren wurden in diesem Jahr von dem Franziskaner Francesco Patton verfasst. Er war von 2016 bis 2025 Kustos im Heiligen Land und lebt jetzt am Berg Nebo in Jordanien. Die Texte dürften daher unter anderem auf die aktuellen Kriege in Nahost Bezug nehmen.
In den vergangenen beiden Jahren hatte Papst Franziskus persönlich die Meditationen verfasst. Am Karfreitag 2025 war er krankheitsbedingt am Kolosseum nicht anwesend, er starb drei Tage später im Vatikan.