Schweizer Künstler gestaltet überdimensionalen Kreuzweg im Petersdom

14 Ölgemälde zeigen Leiden Christi

Beten an den Stationen des Kreuzwegs in Erinnerung an das Leiden Jesu ist für Katholiken vor allem in der Fastenzeit angesagt. Im Petersdom hat der Schweizer Künstler Manuel Dürr den Kreuzweg gestaltet. Die Bilder haben es in sich.

Die 14 großformatigen Ölgemälde wurden im Auftrag der Dombauhütte des Petersdoms gemalt. / © 	Paolo Galosi/Romano Siciliani/KNA (KNA)
Die 14 großformatigen Ölgemälde wurden im Auftrag der Dombauhütte des Petersdoms gemalt. / © Paolo Galosi/Romano Siciliani/KNA ( KNA )

Vom Schweizer Künstler Manuel Dürr gemalte Kreuzwegstationen waren am Freitag im Petersdom erstmals in einem Gottesdienst zu sehen. Die 14 großformatigen Ölgemälde hat Dürr im Auftrag der Dombauhütte des Petersdoms gemalt. 

Manuel Andreas Dürr, Schweizer Künstler, am 20. Februar 2026 im Petersdom / © Paolo Galosi/Romano Siciliani (KNA)
Manuel Andreas Dürr, Schweizer Künstler, am 20. Februar 2026 im Petersdom / © Paolo Galosi/Romano Siciliani ( KNA )

Der aus Biel stammende Künstler hatte 2024 den internationalen Wettbewerb für die "Via Crucis" in der größten Kirche Roms gewonnen. Die erste Kreuzwegandacht entlang der Bilder leitete am Freitag Kardinal Mauro Gambetti, der Erzpriester des Petersdoms.

Die Bilder des Schweizer Künstlers Dürr sind für die Dauer der Fastenzeit im Mittelschiff der Basilika zu sehen. / © Paolo Galosi/Romano Siciliani/KNA (KNA)
Die Bilder des Schweizer Künstlers Dürr sind für die Dauer der Fastenzeit im Mittelschiff der Basilika zu sehen. / © Paolo Galosi/Romano Siciliani/KNA ( KNA )

Die Jury, bestehend aus Kunsthistorikern, Liturgikern und vatikanischen Würdenträgern, lobte seinerzeit die "tiefe Spiritualität und Ausdruckskraft" in Dürrs Bildern. Die Bilder sind für die Dauer der Fastenzeit im Mittelschiff der Basilika zu sehen.

Frommer Brauch aus dem Mittelalter

Bei der Kreuzwegandacht bewegen sich die Gläubigen betend und meditierend entlang von 14 Stationen, die Episoden aus der Leidensgeschichte Jesu zeigen. Kreuzwege wurden im Mittelalter zunächst von Franziskanern in Jerusalem eingeführt und breiteten sich dann in vielen Ländern aus. Häufig stehen die Kreuzwegstationen als Skulpturen im Freien, andere befinden sich als Gemälde in Kirchen.

Besucherinnen und Besucher betrachten im Petersdom die Kreuzweg-Bilder des Schweizer Künstlers Manuel Andreas Dürr. / © 	Paolo Galosi/Romano Siciliani/KNA (KNA)
Besucherinnen und Besucher betrachten im Petersdom die Kreuzweg-Bilder des Schweizer Künstlers Manuel Andreas Dürr. / © Paolo Galosi/Romano Siciliani/KNA ( KNA )

Die bekannteste neuzeitliche Kreuzwegandacht leitet alljährlich der Papst am römischen Kolosseum. Dabei wird allerdings auf bildliche Darstellungen des Leidens verzichtet.

Quelle:
KNA