Aus ehemaligem Eichstätter Bischof Hanke ist Pater Gregor geworden

"Loslassen kann ein Geschenk sein"

Am Pfingstsonntag des vergangenen Jahres hat der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke auf eigenen Wunsch Abschied von seiner Diözese genommen. Seitdem arbeitet er als einfacher Seelsorger im Allgäu. Wie erlebt er diesen Neuanfang?

Autor/in:
Beatrice Tomasetti
Gregor Maria Franz Hanke, Bischof von Eichstätt, am 5. Februar 2022 in Frankfurt / © Julia Steinbrecht (KNA)
Gregor Maria Franz Hanke, Bischof von Eichstätt, am 5. Februar 2022 in Frankfurt / © Julia Steinbrecht ( KNA )

DOMRADIO.DE: Pater Gregor, vor einem Dreivierteljahr sind Sie als Ordensbruder in die Seelsorge zurückgekehrt. Nach 30 Jahren Leitungsverantwortlichkeit wollten Sie bewusst loslassen und haben alle Ihre bischöflichen Insignien abgelegt. Seitdem ist es stiller um Sie geworden. Ist Ihr Leben denn auch ruhiger geworden?

Pater Dr. Gregor Maria Hanke (Mönch der Benediktinerabtei Kloster Plankstetten und Bischof em. der Diözese Eichstätt): Nicht unbedingt ruhiger, aber ich stehe nicht mehr auf einer großen Bühne, sondern tue Dienst in der Seelsorge einer Pfarreiengemeinschaft des Bistums Augsburg. Damit bin ich den Menschen, ihren Sorgen und Anliegen wieder viel näher. Und dennoch sind meine Aufgaben auch hier recht vielfältig. 

Außerdem habe ich auch noch eine ganze Reihe von Kontakten aus meiner Bischofszeit in den Ruhestand mitgenommen. Und da gibt es durchaus die Erwartung, dass ich mich nicht einfach zurückziehe, sondern präsent bleibe, indem ich Gottesdienste feiere, Menschen begleite und auch den einen oder anderen Vortrag übernehme. Ich würde sagen, ich bin gut beschäftigt, und der liebe Gott tut zurzeit alles, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme... (lacht).

DOMRADIO.DE: Warum Augsburg?

Hanke: Nach meinem Abschied war es mir ein Anliegen, die Heimatdiözese zu verlassen, um dem Nachfolger den Weg freizumachen und auch mir selbst einen Neuanfang zu ermöglichen. Das Kloster Plankstetten liegt im Bistum Eichstätt, aber für mich war das zunächst einmal keine Option, unmittelbar dorthin zurückzugehen, zumal ich dort früher einmal Abt war und jetzt Alt-Abt und ehemaliger Bischof bin. 

Von daher wäre das schon recht sportlich gewesen, mich dort als Mitbruder – nach einer solch langen Absenz – wieder in die Gemeinschaft einzugliedern. Ich glaube, das braucht noch etwas Zeit.

DOMRADIO.DE: Wie sieht denn Ihr Alltag als "einfacher" Seelsorger aus?

Hanke: Offiziell bin ich Ruheständler, bezeichne mich selbst aber gerne als Freelancer und engagiere mich in der alltäglichen Seelsorgearbeit. Ich nehme an den Dienstgesprächen meiner Gemeinde teil, und da wird dann gemeinsam überlegt, welche Aufgaben ich übernehmen kann. 

Natürlich habe ich auch nicht alle Zeitfenster der Welt zur Verfügung, weil mich auch immer mal Verpflichtungen außerhalb der Gemeinde leiten, aber soweit ich verfügbar bin, lasse ich mich durchaus gerne einbinden. So werde ich in den kommenden Tagen vor Ostern vor allem die Krankenkommunion spenden, im Beichtstuhl sitzen oder Gottesdienste und – auf Anfrage – natürlich auch Einzelgespräche übernehmen.

DOMRADIO.DE: Loslassen können ist auch eine Kunst. Welche Erfahrungen machen Sie mit dieser neuen Entschleunigung? Schließlich haben Sie bei Ihrem Eintritt ins Kloster damals vor 45 Jahren bewusst auch das monastische Leben mit seiner Zurückgezogenheit gesucht. Aber dann kam bekanntlich alles anders…

Gregor Hanke

"Nur noch einfach für die Menschen da zu sein, erlebe ich als etwas ganz, ganz Erfüllendes."

Hanke: Es hat einen durchaus heilsamen Aspekt, sich nicht mehr im Hamsterrad eines bischöflichen Terminkalenders drehen zu müssen. Das ist in der Tat eine Entschleunigung. Ich werde nicht mehr getrieben von Terminen, die von ihrer geistlichen Substanz mitunter eher dünn sind, die sich hierzulande aber zwangsläufig mit dem Bischofsamt verbinden und auch wahrgenommen werden müssen. 

Gregor Maria Hanke, bis Juni 2025 Bischof von Eichstätt / © Dieter Mayr (KNA)
Gregor Maria Hanke, bis Juni 2025 Bischof von Eichstätt / © Dieter Mayr ( KNA )

Diese Form der Entlastung empfinde ich wirklich als menschlich und geistlich heilsam, zumal ich den Wunsch und die Sehnsucht habe, einfach den Menschen auf ihrem Weg des Glaubens nahe zu sein und mit ihnen ein Stück gemeinsam zu gehen. Insofern fällt mir das Loslassen gar nicht sonderlich schwer. 

Loslassen wird dann schwierig, wenn ich noch eigene ehrgeizige Konzepte in mir trage, wenn ich mehr als nur Begleiter sein, noch öffentlich in Erscheinung treten will. Aber nur noch einfach für die Menschen da zu sein, erlebe ich als etwas ganz, ganz Erfüllendes. Ich mache die Erfahrung: Loslassen kann ein Geschenk sein, und es hat auch etwas Befreiendes.

DOMRADIO.DE: Mit Heiner Wilmer, der Mitglied der Gemeinschaft der Herz-Jesu-Priester ist, wurde jüngst ein Ordensgeistlicher zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Auch Papst Leo ist Ordensmann. Und ein aus Indien stammender Karmelit wurde erst kürzlich zum Weihbischof in Mainz. Wenn Sie auf Ihre eigene Zeit als Bischof zurückschauen: Was bringt jemand für dieses Amt mit, wenn er ursprünglich einmal einen ganz anderen Weg einschlagen wollte und Armut, Keuschheit und Gehorsam gelobt hat? Was hat ein Ordensmann den anderen voraus?

Hanke: Wir Ordensleute sind nicht per se durch unsere Lebensform die besseren Christen. Vor diesem Hochmut sollten wir uns hüten! Die Ordensspiritualität ist in ihren Ursprüngen eigentlich eine Laienspiritualität. Und ich denke, in jeder Ordensregel – so unterschiedlich sie auch sind – steckt viel von dieser anfänglichen Taufspiritualität und Tauftheologie.

Gastgeber Bischof Hanke mit Kardinal Marx im Mediengewimmel / © Ingo Brüggenjürgen (DR)
Gastgeber Bischof Hanke mit Kardinal Marx im Mediengewimmel / © Ingo Brüggenjürgen ( DR )

Ich glaube, die Orden haben schlicht und einfach die Aufgabe, die Menschen, die im Glauben unterwegs sind, mit ihm ringen, zu bestärken, ihnen Räume für die Entfaltung des Glaubens zu bieten – auch Erfahrungsräume zu eröffnen, wie das gemeinsame Unterwegssein und gemeinsamer Glaube gehen. 

Das ist in unseren Pfarrgemeinden oft gar nicht so ausgeprägt, wenn Glaubensleben vornehmlich auf Liturgie und einige wenige Aktionen reduziert bleibt. Aber Leben teilen, wie es uns die Apostelgeschichte zeichnet, das ist hierzulande doch sehr unterentwickelt.

Und da, glaube ich, haben die Orden einen wichtigen Dienst zu leisten und können ihn auch leisten, indem sie den Gläubigen Mut zusprechen, diesen Weg des Glaubens in Gemeinsamkeit zu gehen – durch das Teilen von Leben. Das ist der Impuls, den eigentlich jeder Orden geben kann, wenn es sich nicht gerade um einen Eremitenorden handelt. 

Für diesen Dienst an der Kirche ist es ganz wichtig, dass sich die Ordensmitglieder in eine tiefe Christusbeziehung geben, um auch das Miteinander in Gemeinschaft gut leben zu können.

Benediktinerabtei Plankstetten
Benediktinerabtei Plankstetten

Und die evangelischen Räte, die Gelübde, dienen dem. Sie sind eigentlich darauf angelegt, das Menschsein zu veredeln und den Glauben zu vertiefen. Leider gelingt uns das nicht immer vollumfänglich; manchmal misslingt es sogar regelrecht. Das muss man der Ehrlichkeit halber einräumen. Und das ist dann auch eine Realität.

DOMRADIO.DE: Sie waren 19 Jahre Teil der Bischofskonferenz, sind nach einer "inneren Ermüdung", wie Sie das damals nannten, bewusst in die zweite Reihe zurückgetreten. Wie sehr beschäftigt Sie heute noch der Richtungsstreit in der katholischen Kirche in Deutschland? Können Sie inzwischen kirchenpolitische Grundsatzüberlegungen entspannt dem "inner circle" der Verantwortungsträger überlassen?

Gregor Hanke

"Ich möchte nicht gegen etwas kämpfen, sondern – positiv – mich für etwas einsetzen: für die Evangelisierung, für den geistlichen Ausbruch aus der Kraft des gelebten Evangeliums."

Hanke: Ich habe natürlich die Richtungsdebatte der vergangenen Jahre noch lebhaft in Erinnerung, und sie ist auch noch nicht zu Ende geführt. Meine Position diesbezüglich – etwa gegenüber dem Synodalen Weg in Deutschland – habe ich mehrfach klar formuliert, wovon ich auch jetzt nicht abrücke. 

Aber was mir gerade durch meinen Rückzug in die zweite Reihe noch klarer geworden ist, ist: Ich möchte nicht gegen etwas kämpfen, sondern mich – positiv –  für etwas einsetzen: für die Evangelisierung, für den geistlichen Ausbruch aus der Kraft des gelebten Evangeliums. Da möchte ich kleine Schritte setzen und Hilfestellung geben, wo ich kann.

Das Wichtigste ist, für etwas einzutreten. Und dann ist auch ein Dialog trotz unterschiedlicher Positionierungen innerkirchlich leichter möglich, als wenn man das Geschehen in der Kirche als ein politisches mit Parteiungen und Richtungen begreift. 

Nein, es geht um die Evangelisierung, wie sie uns Papst Franziskus mehrfach ins Stammbuch geschrieben hat – auch in seinem "Brief an das pilgernde Gottesvolk in Deutschland" 2019. Und dem zu dienen – das ist mein Ansatz. Ich muss sagen, ich bin nicht unfroh, dass ich mich diesen oft endlosen Debatten nun nicht mehr unterziehen muss. 

Papst Franziskus begrüßt Gregor Maria Hanke im Jahr 2022 / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus begrüßt Gregor Maria Hanke im Jahr 2022 / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Dass ich aus diesen Strukturen ausgeschieden bin, empfinde ich als Erleichterung und als eine Tür für ein Kräftereservoir, das ich nun anders einsetzen kann.

DOMRADIO.DE: Ein Benediktiner gelobt bei seiner Ewigen Profess Beständigkeit des Ortes und ein klösterliches Leben zu führen, zu dem ständiger innerer Wandel, Demut und Gehorsam gegenüber der Regel und dem Abt gehören, der als Stellvertreter Christi im Kloster gilt. Nun sind Sie in die Seelsorge gegangen. Aber wie ist das grundsätzlich mit dem Gehorsam, wenn man nach so vielen Jahren "in der Welt" nun nicht mehr sagt, wo’s lang geht? Fällt der Perspektivwechsel schwer?

Hanke: Die benediktinische Spiritualität hat sich mir – wie ich glaube, sagen zu können – doch tief eingefärbt. Ihr verdanke ich viel. Sie war auch während meiner aktiven Zeit als Bischof für mich immer ein tragendes Element. 

Dieses Hören auf Gott, auf sein Wort und seinen Ruf, dann die Heiligung des Alltags aus dem Wissen heraus, dass er, der Herr, gegenwärtig ist immer und überall – das hat mich innerlich immer wieder aufgebaut, gestützt, wie auch die Heilige Schrift als "Regula", als Richtschnur für das eigene Leben zu betrachten. 

Diese Orientierung am Evangelium ist etwas, was im Benediktinischen ganz stark betont wird. Diese einzelnen Elemente oder Module der benediktinischen Spiritualität haben mich sehr geprägt. Daher hoffe ich, dass ich manches davon jetzt auch wieder vertiefen kann, was mir als Bischof aufgrund der vielen Anforderungen so nicht möglich war.

Gregor Hanke

"Das versuche ich nun in einem viel intensiveren Maße: mich wieder neu in die Lektüre der Heiligen Schrift zu vertiefen."

Aktuell habe ich auch wieder damit begonnen, in der "Regula Benedicti" zu lesen, die in verschiedene Tage eingeteilt ist. Oder ich möchte wieder vertieft die "Lectio divina" betreiben. Dafür blieb als Bischof manchmal wenig Zeit, so dass es mitunter schon eine große Herausforderung war, sich außerhalb des Breviers noch zusätzlich Zeit für die Schriftlesung herauszuschneiden. Das versuche ich nun in einem viel intensiveren Maße: mich wieder neu in die Lektüre der Heiligen Schrift zu vertiefen.

Und was den Gehorsam angeht: Auch wenn ich jetzt nicht im Kloster lebe und damit unmittelbar in meiner benediktinischen Gemeinschaft, so gehört dieser Gehorsam – der sich übrigens nicht nur auf den Abt bezieht, sondern auch wechselseitig gelebt werden soll – zu den benediktinischen Elemente, mit denen ich meinen Alltag gleichsam durchsäuere. 

Auch mein Leben in der Gemeinde wird vom Gehorsam geprägt. Der Gehorsam dem Abt gegenüber ist letztlich nur ein Hilfsmittel dafür, dass das Evangelium und der Wille Gottes im Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft Platz finden. Entsprechend macht es auch außerhalb des Klosters Sinn, diese Form des Gehorsams gegenüber der benediktinischen Spiritualität und den Weisungen der Regel des Heiligen Benedikt einzuüben und zu praktizieren.

Gregor Maria Hanke (m.l.), ehemaliger Bischof von Eichstätt, im Gespräch mit einer Frau nach einem Festgottesdienst zu seiner Verabschiedung, am 6. Juli 2025 in Eichstätt / © Christopher Beschnitt (KNA)
Gregor Maria Hanke (m.l.), ehemaliger Bischof von Eichstätt, im Gespräch mit einer Frau nach einem Festgottesdienst zu seiner Verabschiedung, am 6. Juli 2025 in Eichstätt / © Christopher Beschnitt ( KNA )

DOMRADIO.DE: Ihre Leidenschaft gehört dem Klettern – und als geistlicher Mensch der Schöpfungsspiritualität. Ökologische Themen waren Ihnen immer wichtig. Können Sie für beides noch Zeit aufbringen?

Hanke: Ja, ich hoffe, dass mir die Nähe der Berge, die wir hier quasi auf Sichtweite zur Alpenkette haben, wieder die Möglichkeit bieten wird zu klettern, auch wenn ich nun schon ab und an das Alter spüre und manchmal feststellen muss, dass Routen, die ich früher bewältigt habe, so nicht mehr möglich sind. Es lässt alles nach. 

Umso wichtiger ist es, sich an dem zu freuen, was noch geht, zumal meine Freude an dieser Form der Bewegung hineinspielt in die Freude, in der Natur zu sein. 

Die wunderbare Gestalt der Schöpfung zu erleben erfüllt mich immer mit einer tiefen Dankbarkeit und stärkt mich auch in meinem ökologischen Denken, was ich natürlich jetzt nicht mehr so praktisch einbringen kann wie seinerzeit im Kloster, wo wir bewusst einen Weg des ökologischen Wirtschaftens gegangen sind – wie auch in der Diözese, worauf ich damals sehr gedrängt habe: nämlich dass die Ökologie auch in unsere Pastoral eindringt, und zwar nicht als eine Meta-Theorie, sondern als ein christlich-solidarischer Lebensstil.

Gregor Hanke

"Gerade auf dem Gebiet der Ökologie könnten wir als Kirche, als Christen einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft leisten."

Dazu gehören für mich unter anderem Bescheidenheit, die Bereitschaft zum Teilen und vieles mehr. Das ist ein Lebensstil, der auf die Bewahrung der Schöpfung, auf Dankbarkeit für die Gaben der Schöpfung und den achtsamen Umgang mit diesen Gaben ausgerichtet ist. Der christlich-solidarische Lebensstil ist für mich sozusagen die Nachhaltigkeit der Nachhaltigkeit. 

Er ist nicht nur einfach eine alternative Lebensform, sondern zielt darauf ab, das Herz und den Geist des Menschen zu verändern, so dass Gier, Habsucht und Zerstörungswut keinen Platz mehr finden; eigentlich das, was uns die Bergpredigt an Haltung und viele andere Worte Jesu, aber auch der Apostel nahebringen.

Das subsummiere ich unter dem christlich-solidarischen Lebensstil, der aus meiner Sicht in sich einen ökologischen Kern hat und nachhaltiger ist als jede noch so gut durchdachte, ökologisch ausgerichtete Wirtschaftstheorie. 

Wir sehen jetzt, wo die Rahmenbedingungen schlechter werden, dass man bereit ist, von vielem zu lassen, was vor fünf, sechs Jahren noch als Dogma gehandelt wurde. Und das ist schlecht. Wir brauchen eine Wandlung des Herzens und des Sinnes. Gerade auf dem Gebiet der Ökologie könnten wir als Kirche, als Christen einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft leisten.

DOMRADIO.DE: In Ihrem geistlichen Impuls zum Oasentag des Erzbistums beschäftigt Sie das Thema Heimatsuche – im Priestersein, im Diakonat und überhaupt im alltäglichen Leben. Was hilft Ihnen selbst dabei, diesen einen wichtigen Ort der Zugehörigkeit und Geborgenheit zu finden?

Hanke: Für mich ist das Entscheidende, dankbar zu erfassen, dass der Herr gegenwärtig ist in meinem Leben, im Alltag – und zwar nicht nur ein abstrakter Christus. Sondern es ist der österliche Christus, der erhöhte Christus, der uns vorangegangen ist, um die Wohnungen im Hause des Vaters zu bereiten. 

Dieser Christus ist da und wohnt mitten unter uns. Und die Beziehung, die Gemeinschaft mit ihm, ein Leben in diese Wirklichkeit einzusenken – das schafft Heimat, das schafft Geborgenheit und die Kraft, auf die Herausforderungen der Welt und der Gesellschaft zu antworten.

Das Interview führte Beatrice Tomasetti.

Gregor Maria Hanke OSB

Geboren ist der spätere Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke als Franz M. Hanke in Elbersroth, Herrieden im Landkreis Ansbach. Er besuchte das Bischöfliche Studienseminar in Eichstätt und trat nach seinem Abitur 1974 in das dortige Priesterseminar ein. 

Nachdem er das Studium der Katholischen Theologie 1980 abgeschlossen hat, wirkte er zunächst als Religionslehrer an der Berufsschule Roth. 1981 trat er in die Benediktinerabtei Plankstetten ein und legte seine Profess 1982 ab. Sein Ordensname war von nun an Gregor Maria.

Gregor Maria Hanke / © Julia Steinbrecht (KNA)
Gregor Maria Hanke / © Julia Steinbrecht ( KNA )
Quelle:
DR

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