Erzbistum Köln legt umfassenden Nachhaltigkeitsplan vor

Zur Bewahrung der Schöpfung

Das Erzbistum Köln hat einen neuen Nachhaltigkeitsplan verabschiedet, der Strategien und 23 konkrete Maßnahmen für das erste Jahr festlegt. Ziel sei es, nachhaltiges Handeln in allen Bereichen kirchlichen Lebens zu verankern.

Blick auf den Kölner Dom / © Elen Marlen (shutterstock)
Blick auf den Kölner Dom / © Elen Marlen ( shutterstock )

Der Nachhaltigkeitsplan basiere laut Pressemitteilung auf den Lerneffekten aus dem Engagement von Haupt- und Ehrenamtlichen und sei in den vergangenen Monaten gemeinsam mit ihnen im Erzbistum erarbeitet worden.

Fünf Handlungsfelder

Im Mittelpunkt stünden fünf zentrale Handlungsfelder: Mensch, Gebäude, Kirchenland, Mobilität und Beschaffung. Sie sollen dazu beitragen, Treibhausgasemissionen zu senken, Ressourcen zu schonen und die biologische Vielfalt zu fördern.

Kardinal Rainer Maria Woelki / © Harald Oppitz (KNA)
Kardinal Rainer Maria Woelki / © Harald Oppitz ( KNA )

Kardinal Rainer Maria Woelki betonte die Verantwortung der Kirche für den Umweltschutz: "Wir haben die Verpflichtung, die Umwelt für kommende Generationen zu bewahren. Deshalb werden wir mit dem neuen Nachhaltigkeitsplan den Weg zu einem klimapositiven und generationengerechten Erzbistum Köln konsequent weitergehen."

Plan stärkt nachhaltiges Handeln in Schulen

Ein besonderer Schwerpunkt liege in diesem Jahr auf den erzbischöflichen Schulen. Nachhaltigkeitsstandards sollen dort helfen, das Bewusstsein für Schöpfungsverantwortung fest im Bildungsalltag zu verankern. Ein Netzwerk von Lehrkräften begleite die Umsetzung und Weiterentwicklung der Maßnahmen.

Auch im Generalvikariat sollen Abläufe ressourcenschonender gestaltet werden. Zudem soll die Nutzung bio-regionaler Lebensmittel in der hauseigenen Kantine weiter gesteigert werden.

Bereits in den vergangenen Jahren habe das Erzbistum wichtige Fortschritte erzielt. Seit der Veröffentlichung der "Vision Schöpfungsverantwortung" im Jahr 2020 seien 78 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 1,5 Megawatt installiert worden. Zudem sei eine Richtlinie für nachhaltiges Bauen und den Betrieb kirchlicher Gebäude veröffentlicht worden. In rund 60 Kirchengemeinden liefen Projekte zum Erhalt der Biodiversität.

Einführung eines jährlichen Nachhaltigkeitsberichts

Der Nachhaltigkeitsplan bilde die Grundlage für die künftige Arbeit des Erzbistums. Ab 2027 soll ein jährlicher Nachhaltigkeitsbericht erscheinen, der in den Finanzbericht integriert werde. Darin soll transparent dargestellt werden, welche Auswirkungen die kirchlichen Aktivitäten auf Klima und Umwelt hätten. Die Ergebnisse sollen helfen, Fortschritte messbar zu machen und den Plan regelmäßig weiterzuentwickeln.

Erzbistum Köln

Das Erzbistum Köln zählt zu den bedeutendsten Diözesen in Deutschland, hat jedoch seinen Status des mitgliederstärksten Bistums abgegeben. Mit rund 1,58 Millionen Katholikinnen und Katholiken steht es laut Kirchenstatistik von 2025 nun an zweiter Stelle hinter dem Bistum Münster (1.59 Millionen), gefolgt von Rottenburg-Stuttgart und Freiburg (je rund 1,5 Millionen). 

Das Vermögen liegt bei rund 3,8 Milliarden Euro (Stand 2023). Damit liegt Köln auf Platz drei hinter Paderborn (7,15 Milliarden Euro) und München-Freising (6,1 Milliarden Euro).

Blick auf den Kölner Dom / © saiko3p (shutterstock)
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