Der Nachhaltigkeitsplan basiere laut Pressemitteilung auf den Lerneffekten aus dem Engagement von Haupt- und Ehrenamtlichen und sei in den vergangenen Monaten gemeinsam mit ihnen im Erzbistum erarbeitet worden.
Fünf Handlungsfelder
Im Mittelpunkt stünden fünf zentrale Handlungsfelder: Mensch, Gebäude, Kirchenland, Mobilität und Beschaffung. Sie sollen dazu beitragen, Treibhausgasemissionen zu senken, Ressourcen zu schonen und die biologische Vielfalt zu fördern.
Kardinal Rainer Maria Woelki betonte die Verantwortung der Kirche für den Umweltschutz: "Wir haben die Verpflichtung, die Umwelt für kommende Generationen zu bewahren. Deshalb werden wir mit dem neuen Nachhaltigkeitsplan den Weg zu einem klimapositiven und generationengerechten Erzbistum Köln konsequent weitergehen."
Plan stärkt nachhaltiges Handeln in Schulen
Ein besonderer Schwerpunkt liege in diesem Jahr auf den erzbischöflichen Schulen. Nachhaltigkeitsstandards sollen dort helfen, das Bewusstsein für Schöpfungsverantwortung fest im Bildungsalltag zu verankern. Ein Netzwerk von Lehrkräften begleite die Umsetzung und Weiterentwicklung der Maßnahmen.
Auch im Generalvikariat sollen Abläufe ressourcenschonender gestaltet werden. Zudem soll die Nutzung bio-regionaler Lebensmittel in der hauseigenen Kantine weiter gesteigert werden.
Bereits in den vergangenen Jahren habe das Erzbistum wichtige Fortschritte erzielt. Seit der Veröffentlichung der "Vision Schöpfungsverantwortung" im Jahr 2020 seien 78 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 1,5 Megawatt installiert worden. Zudem sei eine Richtlinie für nachhaltiges Bauen und den Betrieb kirchlicher Gebäude veröffentlicht worden. In rund 60 Kirchengemeinden liefen Projekte zum Erhalt der Biodiversität.
Einführung eines jährlichen Nachhaltigkeitsberichts
Der Nachhaltigkeitsplan bilde die Grundlage für die künftige Arbeit des Erzbistums. Ab 2027 soll ein jährlicher Nachhaltigkeitsbericht erscheinen, der in den Finanzbericht integriert werde. Darin soll transparent dargestellt werden, welche Auswirkungen die kirchlichen Aktivitäten auf Klima und Umwelt hätten. Die Ergebnisse sollen helfen, Fortschritte messbar zu machen und den Plan regelmäßig weiterzuentwickeln.