Bislang nehmen Frauen vor allem als Gäste oder Expertinnen an Studientagen teil. Inwieweit es mehr weibliche Beteiligung geben könnte, ließ Österreichs Bischofskonferenz-Vorsitzender Franz Lackner offen, zeigte sich zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung in Wien aber vorsichtig optimistisch.
Die Frauenfrage sei derzeit eines der dringendsten Themen der katholischen Kirche, so der Salzburger Erzbischof. Sie sei für ihn aktuell wichtiger als etwa die Debatte um den Pflichtzölibat. Überraschungen habe es in der Kirche immer wieder gegeben, etwa bei Papstwahlen.
Eines der dringendsten Themen der katholischen Kirche
Ähnliches könne auch im Blick auf Frauen in der Kirche geschehen. Dass es hier Veränderungen geben werde, sei "sicher möglich", sagte Lackner. Er persönlich werde sich jedenfalls nicht gegen solche Entwicklungen stellen.
Auslöser für neue Dynamik ist auch ein kürzlich veröffentlichtes Vatikan-Dokument, das die Klärung der Frauenfrage als dringlich beschreibt. Österreichs Bischöfe hätten sich damit noch nicht vertieft befasst, sagte Lackner. Grundsätzlich sprach er aber von einem organischen Wandlungsprozess und von einem ernstzunehmenden Aufbruch, auch wenn Veränderungen in der Kirche langsam verliefen.