Vatikan verschiebt Einzug des Papstbotschafters in Jerusalem
Wegen des Iran-Kriegs
Normalerweise wird ein neuer Botschafter des Papstes in Jerusalem mit einer Zeremonie begrüßt. Aufgrund der aktuellen Lage im Nahen Osten wurde der feierliche Einzug des neuen Botschafters jedoch auf die Zeit nach Ostern verschoben.
Ursprünglich sollte der vom Papst ernannte Erzbischof Giorgio Lingua (65) am Dienstag (17. März) am Jaffa-Tor zeremoniell begrüßt und in die Grabeskirche begleitet werden.
Lingua war am Ende Januar von Papst Leo XIV. zum Nuntius in Israel und zum Delegaten für Jerusalem und Palästina ernannt worden. Sein Vorgänger, Erzbischof Adolfo Tito Yllana (78), wurde am Donnerstag mit einem Gottesdienst in Jerusalem verabschiedet. Er hat das Land bereits in Richtung seiner philippinischen Heimat verlassen.
Der Apostolische Nuntius ist in Doppelfunktion Gesandter des Papstes bei einer Ortskirche und zugleich bei einem Staat oder einer öffentlichen Autorität. Als Mittelsmann des Papstes soll er in erster Linie die Verbindung zwischen dem Apostolischen oder Heiligen Stuhl und der Kirche seines Gastlandes halten und stärken. Zudem soll er nach den Normen des internationalen Rechts das Verhältnis zwischen dem Vatikan und den Staatsautoritäten pflegen, Staat-Kirche-Fragen behandeln und etwa durch Konkordate oder andere Vereinbarungen regeln.