Der Kölner Weihbischof Ansgar Puff ruft dazu auf, in der Migrationsdebatte die Menschenrechte im Blick zu behalten. Jeder Migrant sei zunächst einmal ein Mensch mit unveräußerlichen Rechten, sagte der Vorsitzende des Katholischen Forums "Leben in der Illegalität" am Mittwoch bei einer Tagung in Berlin.
Gegen Ausbeutung von Menschen
Diese Rechte dürften nicht aus migrationspolitischen Motiven verwehrt werden, auch wenn es politisch notwendig sei, Migration zu ordnen. Die Würde der Menschen sei zu verteidigen.
Es dürfe einem nicht egal sein, wenn Menschen aufgrund ihres Aufenthaltsstatus um ihr Recht auf Bildung und Gesundheit gebracht würden, so der Weihbischof. Es dürfe einem auch nicht egal sein, wenn die prekäre Lage von Menschen dazu führe, dass sie Opfer von Ausbeutung würden. Die Kirchen setzten sich weiterhin für die Menschenrechte von Migranten und für Wege in die Legalität ein.