Vermisster Priester in Mexiko tot aufgefunden

Nach dem Gottesdienst verschwunden

Mexiko bleibt besonders gefährlich für Kirchenleute. Erneut ist ein Priester tot aufgefunden worden. Er war seit dem Sonntagsgottesdienst vermisst worden. Die genauen Umstände liegen noch im Dunkeln. Es folgt eine Autopsie.

Symbolbild Polizisten in Mexiko / © Andrea Quintero Olivas (shutterstock)
Symbolbild Polizisten in Mexiko / © Andrea Quintero Olivas ( shutterstock )

In der südmexikanischen Unruheprovinz Chiapas ist ein seit dem Wochenende vermisster katholischer Geistlicher tot aufgefunden worden. Der Priester stammte aus dem Erzbistum Tuxtla Gutiérrez. Er war nach dem Sonntagsgottesdienst in einer Gemeinde seiner Pfarrei nicht mehr gesehen worden.

Tuxtla Gutierrez in Mexiko / © Nik Waller Productions (shutterstock)
Tuxtla Gutierrez in Mexiko / © Nik Waller Productions ( shutterstock )

Die Behörden wollten sich zu den näheren Umständen zunächst nicht äußern und verwiesen auf eine Autopsie, die weitere Erkenntnisse bringen solle. Die Zeitung "El Universal" berichtete, Einheimische hätten die Leiche des Priesters in der Nähe des Öko-Tourismuszentrums Laguna Verde gefunden.

Todesursache noch nicht bekannt

Das Erzbistum Tuxtla Gutiérrez bestätigte in einer kurzen Mitteilung bisher nur den Tod des Priesters. Die Todesursache sei noch nicht bekannt.

Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder für Kirchenvertreter weltweit. Laut dem katholischen Medienzentrum CCM, das Übergriffe auf Geistliche registriert, wurden zwischen 2019 und 2024 zehn Priester in Mexiko ermordet. In diesem Zeitraum seien zudem 900 Erpressungen und Morddrohungen gegen Mitglieder der katholischen Kirche im Land gezählt worden. Die Region Chiapas im Süden gilt als besonders umkämpftes Gebiet im Kampf der Drogenkartelle.

Kirche in Mexiko

Mexiko ist nach Brasilien das größte katholische Land der Welt. Nach Vatikanangaben sind mehr als 90 Prozent der rund 120 Millionen Mexikaner Katholiken. Andere Quellen nennen etwas niedrigere Zahlen.

Unter den spanischen Eroberern erfolgte die Christianisierung der indianischen Urbevölkerung im 16. Jahrhundert oft unter Zwang und mit brutaler Gewalt. Die Methoden wurden von der Inquisition weitgehend gebilligt oder auch angeordnet.

Kathedrale in Mexiko City / © Victor SG (shutterstock)
Quelle:
KNA