In der südmexikanischen Unruheprovinz Chiapas ist ein seit dem Wochenende vermisster katholischer Geistlicher tot aufgefunden worden. Der Priester stammte aus dem Erzbistum Tuxtla Gutiérrez. Er war nach dem Sonntagsgottesdienst in einer Gemeinde seiner Pfarrei nicht mehr gesehen worden.
Die Behörden wollten sich zu den näheren Umständen zunächst nicht äußern und verwiesen auf eine Autopsie, die weitere Erkenntnisse bringen solle. Die Zeitung "El Universal" berichtete, Einheimische hätten die Leiche des Priesters in der Nähe des Öko-Tourismuszentrums Laguna Verde gefunden.
Todesursache noch nicht bekannt
Das Erzbistum Tuxtla Gutiérrez bestätigte in einer kurzen Mitteilung bisher nur den Tod des Priesters. Die Todesursache sei noch nicht bekannt.
Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder für Kirchenvertreter weltweit. Laut dem katholischen Medienzentrum CCM, das Übergriffe auf Geistliche registriert, wurden zwischen 2019 und 2024 zehn Priester in Mexiko ermordet. In diesem Zeitraum seien zudem 900 Erpressungen und Morddrohungen gegen Mitglieder der katholischen Kirche im Land gezählt worden. Die Region Chiapas im Süden gilt als besonders umkämpftes Gebiet im Kampf der Drogenkartelle.