Kardinal Wilfrid Fox Napier, von 1992 bis 2021 Erzbischof von Durban in Südafrika, wird am 8. März 85 Jahre alt. Der Ordensmann der Franziskaner gehörte lange zu den wichtigsten Stimmen der Kirche in Afrika.
Napier, 1941 in Swartberg im Bistum Kokstad geboren und 1970 zum Priester geweiht, war von 1981 bis 1992 Bischof von Kokstadt. 1992 machte ihn Papst Johannes Paul II. dann zum Erzbischof von Durban, als Nachfolger des berühmten Anti-Apartheid-Kämpfers Denis Hurley (1915-2004).
Von 1994 bis 2008 war er zudem Interimsleiter des Bistums Umzimkulu. Nach dem "weißen" Kardinal Owen McCann (1907-1994) war Südafrika mit Napier seit 2001 erstmals mit einem "Coloured" im Kardinalskollegium vertreten.
Geschickter Verhandlungsführer
Als Bischof von Kokstad war Napier sieben Jahre lang Vorsitzender der Südafrikanischen Bischofskonferenz und machte sich in der Umbruchphase des Landes von der Apartheid zur Demokratie einen Namen als geschickter Verhandlungsführer. 2009 ernannte ihn Benedikt XVI. zum delegierten Präsidenten der Bischofssynode zu Afrika.
Nachfolger Napiers in Durban wurde im Sommer 2021 der damals 64-jährige Mandla Siegfried Jwara, zuvor Apostolischer Vikar von Ingwavuma. Napier hatte dem Papst bereits 2016 mit Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren seinen Amtsverzicht angeboten. Im Januar 2021 starb dann sein bereits ernannter Nachfolger für Durban, Bischof Abel Gabuza, mit 64 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Infektion.