Hochsauerland bekommt die höchste Pilgerkirche der Region

Kirche wird zur Pilgerstätte

Nahe des Kahlen Astens in Altastenberg, im Hochsauerland, steht das höchstgelegene Gotteshaus Nordwestdeutschlands. Knapp 800 Meter hoch steht die Kirche Sankt Erasmus und Maria Schnee. Ab Ostern wird sie zur Pilgerkirche.

Autor/in:
Carsten Döpp
altastenberg, nrw, deutschland - 05 09 2024: ein Zeichen des altastenberger Dorfes / © Tobias Arhelger (shutterstock)
altastenberg, nrw, deutschland - 05 09 2024: ein Zeichen des altastenberger Dorfes / © Tobias Arhelger ( shutterstock )

DOMRADIO.DE: Die Idee zu dem Projekt der neuen Pilgerkirche hatte Gemeindereferent und Tourismusseelsorger Jörg Willerscheidt. Wer oder was hat Sie da inspiriert? 

Jörg Willerscheidt (Gemeindereferent und Tourismusseelsorger in Winterberg): Inspiriert wurde ich auf einer Fortbildung. Wir haben uns in Fröndenberg die Fahrradkirche angesehen. Das ist eine Kirche für Radfahrer und für Leute, die auf dem Weg sind.

DOMRADIO.DE: Das ist eine großartige Wandergegend bei Ihnen da oben. Was werden Sie Pilgern und Wanderern bieten, die an dieser Kirche Station machen? 

Kahler Asten Berg im Sauerland, Deutschland im Abendrot / © Tobias Arhelger (shutterstock)
Kahler Asten Berg im Sauerland, Deutschland im Abendrot / © Tobias Arhelger ( shutterstock )

Willerscheidt: Wir haben unterschiedliche Dinge: Wir haben im Endeffekt einen spirituellen Rundgang innerhalb der Kirche. Über Mediadisplays zeigen wir die Seelenorte, die Kraftorte rund um Winterberg und Altastenberg.

Es gibt einen Blick in die Kirchen. Zudem gibt es Impulse und Informationen für Pilger und für Wanderer. Es ist einfach ein Ort, um zur Ruhe zu kommen und um mal innezuhalten oder vielleicht sogar aufzubrechen.

DOMRADIO.DE: Sie stecken viel Herzblut in dieses Projekt "Pilgerkirche in Altastenberg". Was motiviert Sie? 

Willerscheidt: In einer Zeit der Transformation, die jetzt für das Erzbistum Paderborn eingeleitet ist, können wir auf Dauer gesehen nicht mehr alle Kirchen halten, sondern müssen uns fokussieren. Wir müssen schauen, welche Kirche für welche Zielgruppe ansprechend sein kann und wo wir einen besonderen Stand mit verschiedenen Gotteshäusern kriegen. 

Gerade vielleicht hier an diesem Ort, wo sich Menschen sammeln können, wo Menschen ganz besondere Erfahrungen machen können, mit ihrem eigenen Glauben, aber auch mit ihrer Spiritualität. 

DOMRADIO.DE: Ostersonntag ist dann die offizielle Eröffnung. Das ist noch ein knapper Monat bis dahin. Was ist bis dahin noch alles zu tun?

Auch das Sauerland eignet sich für Bergexerzitien. / © Joel Wuestehube (shutterstock)
Auch das Sauerland eignet sich für Bergexerzitien. / © Joel Wuestehube ( shutterstock )

Willerscheidt: Im Grunde ist alles noch zu tun, weil es auch einen gewissen Überraschungseffekt für die Leute vor Ort und in der Gegend haben soll. 

Wir werden vor Palmsonntag anfangen, die Kirche für die Pilgerkirche einzurichten. Die Sachen sind alle da, wir müssen sie nur ordentlich einrichten und das alles schön und schick und spannend machen für die Leute. 

DOMRADIO.DE: Und dann hoffen Sie auf viele Besucher?

Willerscheidt: Dann hoffen wir auf viele Besucher. Das Schöne ist, dass sowohl die Stadt Winterberg als auch die Winterberg Touristik, die Ortsvorsteher des Ortes, und der Kirchenvorstand alle mithelfen und alle vor Ort sind. Es ist also kein Einzelprojekt von einem Gemeindereferenten, sondern tatsächlich haben die Leute richtig Lust und Spaß dabei.

Das Interview führte Carsten Döpp.

Quelle:
DR

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