Kirchen werben für Beteiligung an Landtagswahl in Baden-Württemberg

Für ein solidarisches Miteinander

Die Kirchen in Rheinland-Pfalz rufen zur Teilnahme an der Landtagswahl am 22. März auf. Das Land brauche Politikerinnen und Politiker, die sich an klaren Werten orientieren und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Auszählung der Landtagswahl / © Uwe Anspach (dpa)
Auszählung der Landtagswahl / © Uwe Anspach ( dpa )

"Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und entscheiden Sie mit über die Zukunft unseres Bundeslandes", steht in einer gemeinsamen Erklärung von fünf katholischen Bistümern und drei evangelischen Landeskirchen vom Mittwoch.

Mit der Wahlbeteiligung sei Verantwortung für gesellschaftlichen Zusammenhalt, eine lebendige Demokratie und einen sozialen Rechtsstaat verbunden, heißt es in dem ökumenischen Aufruf.

Keine einfachen Antworten

Auf die vielfältigen Herausforderungen in Rheinland-Pfalz gebe es keine einfachen Antworten, schreiben die acht beteiligten leitenden Geistlichen. Das betreffe den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel, die Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich, soziale Sicherheit und Teilhabe gleichermaßen wie Folgen des Klimawandels.

"Umso mehr braucht es Politikerinnen und Politiker, die sich an klaren Werten orientieren und sachlich argumentieren; die respektvoll miteinander umgehen und gemeinsam nach Lösungen suchen; die einem solidarischen Miteinander und einer guten Zukunft für alle Menschen in unserem Bundesland dienen", steht in dem kirchlichen Aufruf.

Neue Kampagne

Die großen Kirchen haben zur Wahl darüber hinaus auch die Kampagne "Aufstehen für ..." gestartet. Wahlberechtigte werden damit aufgefordert, zu prüfen, ob Parteiprogramme und öffentliche Äußerungen von Kandidierenden die Würde jedes Menschen achten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und ein friedliches sowie gerechtes Miteinander fördern.

Völkischer Nationalismus und Christentum sind laut Bischofskonferenz unvereinbar

Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien, die gegen Migranten, Muslime oder Juden hetzen, sind nach Auffassung der katholischen Bischöfe für Christen nicht wählbar. Das geht aus einer am Donnerstag in Augsburg veröffentlichten Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz hervor. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) dokumentiert zentrale Passagen des Textes, der auch im Hinblick auf die anstehenden Wahlen im Jahr 2024 formuliert ist.

Hinweisschild zu einem Wahllokal / © Matthias Bein (dpa)
Hinweisschild zu einem Wahllokal / © Matthias Bein ( dpa )
Quelle:
KNA