Europäische Bischöfe haben sich besorgt über die Eskalation im Iran und dem Nahen Osten gezeigt.
"Die anhaltende schwere Krise bedeutet eine weitere Schwächung der regelbasierten internationalen Ordnung und eine fortgesetzte Missachtung des Völkerrechts", so der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE), Mariano Crociata, am Mittwoch in Brüssel.
Es sei zutiefst beunruhigend, dass erneut Gewaltanwendung Vorrang vor diplomatischen Bemühungen habe. Die aktuelle Situation zeige, dass die Logik von Vergeltung und Rache eine Spirale von Gewalt fördern könne mit Folgen von immensem Ausmaß.
Diplomatische Bemühungen und das Achten des Völkerrechts
Crociata forderte die EU auf, geeint und in ihrer Berufung als Friedensprojekt zu handeln: durch das Fördern der Deeskalation zwischen allen Parteien, diplomatische Bemühungen und das Achten des Völkerrechts, auch im Bereich der Nichtverbreitung von Nuklearwaffen.
Der Präsident der Bischofskommission ermutigte die EU außerdem, die Sicherheit der Unionsbürger zu gewährleisten, sowohl im Nahen Osten als auch in Europa. Dazu gehöre auch, sich mit den Folgen möglicher Unterbrechungen der Energieversorgung zu befassen.
Zukunft für Iran mit Menschenrechten
"Wir beten dafür, dass die Waffen im gesamten Nahen Osten schweigen mögen", so Crociata. Sein erster Gedanke gelte denen, die die schwerste Last zu tragen haben: Menschen und Gemeinschaften, die bereits lange unter Not und Instabilität litten und jetzt mit einer unklaren Zukunft konfrontiert seien.
"Möge sich für die Menschen im Iran und in der Region ein neues Kapitel beginnen, das ihnen den Weg in eine friedliche Zukunft ebnet, die von Achtung der Menschenwürde und der grundlegenden Menschenrechte geprägt ist", schloss das Statement.