Hohenzollerngruft im Berliner Dom feiert Wiedereröffnung

Kostenfreier Tag

Nach sechsjähriger Sanierung ist die Hohenzollerngruft im Berliner Dom wieder für Besucher zugänglich. Zur Eröffnung am Samstag ist der Eintritt kostenlos. Für Sonntagmorgen ist ein Festgottesdienst mit politischen Vertretern geplant.

Ein Mann fotografiert während der Vorbesichtigung zur Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft im Berliner Dom die Särge von Königin Sophie Charlotte und Köniug Friedrich I. / © Soeren Stache (dpa)
Ein Mann fotografiert während der Vorbesichtigung zur Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft im Berliner Dom die Särge von Königin Sophie Charlotte und Köniug Friedrich I. / © Soeren Stache ( dpa )

Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom öffnet wieder ihre Türen für Besucher. Nach sechs Jahren Sanierung beginnt die Wiedereröffnung am Samstag mit einem kostenfreien Tag der offenen Tür. Für Sonntagmorgen ist ein Festgottesdienst geplant, zu dem unter anderen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erwartet werden.

Blick auf den Berliner Dom / © Patrick Kerwin (shutterstock)
Blick auf den Berliner Dom / © Patrick Kerwin ( shutterstock )

Die Ruhestätte von 91 Mitgliedern der preußisch-deutschen Dynastie gilt als eine der wichtigsten dynastischen Grablegen Europas. 2020 begann eine umfangreiche Sanierung. Im Zuge des am Ende 29 Millionen Euro teuren Projekts wurde ein Lüftungs- und Klimasystem eingebaut, das zum Schutz der Sarkophage die Raumtemperatur zwischen 18 und 20 Grad Celsius hält. Ursprünglich waren 18 Millionen Euro für den Bau veranschlagt.

Neues Sicherheitssystem

Zudem sollen die Besucher dank eines neuen Sicherheitssystems sehr nah an die Särge gehen können. Für eine bessere Barrierefreiheit wurde zusätzlich ein Fahrstuhl installiert.

Sarkophag von Anna Elisabeth Luise, Prinzessin von Preußen, Markgräfin von Brandenburg Schwedt, in der Hohenzollerngruft im Berliner Dom. / © Christian Muhrbeck und Boris Streubel / Berliner Dom
Sarkophag von Anna Elisabeth Luise, Prinzessin von Preußen, Markgräfin von Brandenburg Schwedt, in der Hohenzollerngruft im Berliner Dom. / © Christian Muhrbeck und Boris Streubel / Berliner Dom

Ursprünglich war die Eröffnung bereits für 2023 vorgesehen. Gründe für die Verschiebung waren nach Dom-Angaben Lieferverzögerungen und Preissteigerungen durch die Corona-Pandemie und wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Hohenzollern

Das Haus Hohenzollern gehört zu den bedeutendsten Adelsdynastien in Europa. Die Familie wurde im Jahre 1061 erstmals erwähnt; Stammsitz ist die Burg Hohenzollern im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg. Zu den bekanntesten Residenzen gehören Schloss Sanssouci in Potsdam und das kürzlich wiedererrichtete Stadtschloss in Berlin. Als Kurfürsten von Brandenburg (ab 1415), Könige von Preußen (ab 1701) und Deutsche Kaiser (ab 1871) prägten die Hohenzollern rund 500 Jahre die europäische Geschichte. Nach Ende des Ersten Weltkriegs verloren sie ihre politisch herausgehobene Stellung.

Burg Hohenzollern / © ER_09 (shutterstock)
Quelle:
KNA