Dieser Artikel wurde am 16.2.26 um 8.15 Uhr aktualisiert.
Es war ein ruhiger Einsatz für die Einsatzkräfte im Sanitätsdienst: Mit großem Engagement waren bei den Kölner Schull- un Veedelszöch am Karnevalssonntag rund 350 Kräfte der Hilfsorganisationen ASB Köln, Johanniter, DRK-Kreisverband Köln, DLRG Ortsgruppe Köln-Dünnwald und Malteser im Einsatz.
Entlang der Zugstrecke versorgten die fast ausschließlich ehrenamtlich aktiven Helferinnen und Helfer bis 17 Uhr insgesamt 30 Jecke. Drei Personen mussten zudem durch den Rettungsdienst der Stadt Köln zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden. An vier arztbesetzten Unfallhilfsstellen, 16 mobilen Unfallhilfsstellen sowie durch weitere mobile Teams stellten die Ehrenamtlichen die medizinische Versorgung der Feiernden sicher.
"Die Einsatzzahlen lagen wie in den Vorjahren auf einem niedrigen Niveau. Die Jecken haben friedlich gefeiert und damit für einen ruhigen Einsatzverlauf gesorgt", erklären Alexander Quantius, Einsatzleiter der Kölner Malteser, sein Stellvertreter Malte Pütz vom DRK-Kreisverband Köln und Fabian Devant, Leiter des Stabes der Kölner Malteser, die gemeinsam den Sanitätsdienst im Rahmen der Schull- un Veedelszöch leiten. Auch in diesem Jahr wurde Köln tatkräftig von vielen Helferinnen und Helfern aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands sowie aus dem Ausland unterstützt.
Der freiwillige Einsatz aller Helferinnen und Helfer macht den umfangreichen Sanitätsdienst rund um die Schull- und Veedelszöch überhaupt erst möglich. Die Kölner Schull- un Veedelszöch am Karnevalssonntag sind einer der größten ehrenamtlichen Umzüge weltweit mit über 8.000 aktiven Teilnehmern. Bis zu 50 Schulen und mehr als 40 Veedelsvereine und Gruppen ziehen dann durch die Innenstadt.
Helferin Vera Döhner: "Die meisten gucken sehr freundlich"
Unter den Einsatzkräften war auch ein Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV), welches sich um die seelischen Sorgen der Jecken kümmert. Die Kölner Kräfte wurden in diesem Jahr wieder von zahlreichen Helferinnen und Helfern aus verschiedenen Teilen Deutschlands unterstützt.
Vera Döhner von der DLRG hilft auch bei den Karnevalszügen ehrenamtlich mit, allerdings bei ihr zuhause in Andernach. Wie sie im DOMRADIO.DE-Interview erzählt, ernten die Helferinnen und Helfern für ihren Dienst auch meist sehr positive Rückmeldungen: "Die meisten gucken sehr freundlich und winken einem auch freundlich zu und haben durchaus anerkennende Blicke parat." Döhner arbeitet seit fast 30 Jahren als Lehrerin am Gymnasium.
"Da stoße ich dann auf manchmal erstaunte oder auch erfreute Minen von Schülern oder Schülerinnen. Auch die Vereine, die beim Zug mitliefen, seien immer sehr dankbar - "auch in Form einer kleinen Spende für uns als Hilfsorganisation", so Vera Döhner.