Vatikan plant keine USA-Reise des Papstes für 2026

Raum für Spekulationen

Aus politischen Gründen bestätigt der Vatikan Auslandsreisen des Kirchenoberhaupts in der Regel erst kurzfristig, wodurch Raum für Spekulationen entsteht. Sicher ist jedoch, dass der Papst in diesem Jahr nicht in die USA reisen wird.

Rom: Papst Leo XIV. winkt, als er am Flughafen Fiumicino in ein Flugzeug steigt, das ihn zu einer sechstägigen Reise in die Türkei und den Libanon bringen soll / © Alessandra Tarantino/AP (dpa)
Rom: Papst Leo XIV. winkt, als er am Flughafen Fiumicino in ein Flugzeug steigt, das ihn zu einer sechstägigen Reise in die Türkei und den Libanon bringen soll / © Alessandra Tarantino/AP ( dpa )

Das teilte Vatikansprecher Matteo Bruni am Sonntag mit. Gerüchte über einen möglichen Besuch des Papstes in seinem Heimatland kursieren bereits seit Monaten. An diesem Sonntag hatte die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" über eine mögliche Teilnahme des Papstes an der kommenden UN-Generalversammlung spekuliert. 

UN-Vollversammlung / © Mary Altaffer (dpa)
UN-Vollversammlung / © Mary Altaffer ( dpa )

Sie findet im September in New York statt. Weiter könnte Leo XIV. das Weiße Haus und den US-Präsidenten besuchen, bevor er zu seinem nächsten Ziel Mexiko aufbreche, so die Zeitung.

Keine Auslandsreise des Papstes vom Vatikan offiziell bestätigt

Derzeit ist keine kommende Auslandsreise des Papstes vom Vatikan offiziell bestätigt. Hochrangige Kirchenvertreter kündigten jedoch bereits Papstbesuche in ihren jeweiligen Ländern an. Der Erzbischof von Algier, Kardinal Jean-Paul Vesco, rechnet mit Leos XIV. Algerienbesuch in der ersten Hälfte des laufenden Jahres. 

Der Vatikanbotschafter in Angola berichtete über Pläne; Kamerun und Äquatorialguinea zählen ebenso zu potenziellen Zielen. Beobachter gehen von einer längeren Afrikareise im April aus. Im Juni soll nach Angaben spanischer Bischöfe ein Besuch in ihrem Land folgen mit Stopps in Madrid, Barcelona, Guadalupe und auf den Kanarischen Inseln. Für den kommenden Herbst wurde nicht nur über eine USA-Reise, sondern auch über einen Besuch in Südamerika spekuliert. 

Archivbild: Bischof Robert Prevost, der jetzige Papst Leo XIV., leitet eine Jubiläumsfeier der Diözese in Peru Chulucanas / © Diocese of Chulucanas via AP (dpa)
Archivbild: Bischof Robert Prevost, der jetzige Papst Leo XIV., leitet eine Jubiläumsfeier der Diözese in Peru Chulucanas / © Diocese of Chulucanas via AP ( dpa )

Dort könnte Leo XIV. seiner langjährigen Wirkungsstätte Peru einen Besuch abstatten, ebenso wie dem Heimatland seines Vorgängers Franziskus (2013-2025). Er stammte gebürtig aus Argentinien, besuchte das Land nach seiner Wahl zum Papst jedoch nie wieder.

Leos XIV. bislang einzige Auslandsreise als Papst führte ihn von Ende November bis Anfang Dezember in die Türkei und in den Libanon. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der 1.700. Jahrestag des Konzils von Nizäa.

Robert Francis Prevost (Papst Leo XIV.)

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Robert Francis Prevost gilt als ein Kardinal der Mitte. Obwohl US-Amerikaner ist der Ordensmann in Rom, der Kurie und der Weltkirche zu Hause. Zuletzt leitete der 69-Jährige die Vatikanbehörde für Bischöfe, quasi die Personalabteilung der katholischen Weltkirche. In dieser Funktion war Prevost in den vergangenen zwei Jahren zuständig für einen Großteil der Bischofsernennungen weltweit.

Papst Leo XIV / ©  Andrew Medichini/AP (dpa)
Papst Leo XIV / © Andrew Medichini/AP ( dpa )
Quelle:
KNA