Papstbotschafter kündigt Papstreise nach Angola an

Leo XIV. hat Einladung angenommen

Seit Papst Leo XIV. im Dezember angekündigt hat, Afrika stehe in diesem Jahr auf seiner Agenda, wird über konkrete Stationen und Details spekuliert. Nun hat sich der Papstbotschafter in Angola, Erzbischof Kryspin Dubiel, dazu geäußert.

Papst Leo XIV. / © Rocco Pettini (shutterstock)

Papst Leo XIV. will in diesem Jahr das südwestafrikanische Angola besuchen. Das teilte der dortige Papstbotschafter, Erzbischof Kryspin Dubiel, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Luanda mit.

Papstbotschafter in Angola, Erzbischof Kryspin Dubiel (VN)
Papstbotschafter in Angola, Erzbischof Kryspin Dubiel / ( VN )

Leo XIV. habe die Einladungen der katholischen Bischöfe Angolas und des angolanischen Präsidenten João Lourenço angenommen, Grundvoraussetzungen für den offiziellen Besuch eines Papstes. Derzeit werde die Afrikareise von Papst Leo XIV. vorbereitet, so der Apostolische Nuntius für das christliche Land. "Details zum genauen Datum oder Programm stehen noch nicht fest, werden aber bekannt gegeben, sobald sie feststehen", sagte der aus Polen stammende Vatikandiplomat.

Seit Wochen Spekulationen über Leos Reiseziele

Nach seiner bislang ersten Papstreise in die Türkei und den Libanon hatte Leo XIV. im Dezember von Reiseplänen nach Afrika gesprochen. Als Mitglied des Augustinerordens wolle er unter anderem Algerien besuchen, wo der Kirchenvater Augustinus maßgeblich wirkte, so der seit Mai amtierende Papst. Doch stünden bisher weder Termine noch genaue Ziele einer Afrikareise fest, sagte Leo auf dem Rückflug von Beirut. Seitdem wird über Stationen des nächsten Papstbesuchs spekuliert.

Erzbischof José Manuel Imbamba, Präsident der Bischofskonferenz von Angola und São Tomé und Príncipe (Vatican News)
Erzbischof José Manuel Imbamba, Präsident der Bischofskonferenz von Angola und São Tomé und Príncipe / ( Vatican News )

Bei der Pressekonferenz am Dienstag dankte Erzbischof José Manuel Imbamba dem Papst für die Annahme der Einladung nach Angola. Die Bürger forderte der Präsident der Bischofskonferenz von Angola und São Tomé und Príncipe auf, in den Komitees mitzuarbeiten, die zur Vorbereitung des dritten Papstbesuchs eingerichtet werden. Johannes Paul II. besuchte das Land 1992, Benedikt XVI. im Jahr 2009.

450 Jahre Luanda

Luandas Erzbischof Filomeno do Nascimento Vieira Dias dankte der angolanischen Regierung für die "Öffnung der Türen" und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit religiösen Führern, um den Papstbesuch zu ermöglichen. Zudem begehe Angolas Hauptstadt Luanda in diesem Jahr 450 Jahre ihrer Gründung - "450 Jahre im Zeichen des Glaubens", so der Erzbischof.

Papst Benedikt XVI. wird am 21. März 2009 in den Straßen von Luanda von einem Mädchen mit Blumen beschenkt (KNA)
Papst Benedikt XVI. wird am 21. März 2009 in den Straßen von Luanda von einem Mädchen mit Blumen beschenkt / ( KNA )

Papst Leo XIV. ist der erste Papst der modernen Geschichte mit persönlicher Afrika-Kenntnis. Als Chef des international tätigen Augustinerordens und Leiter der vatikanischen Bischofsbehörde besuchte er eine Reihe von Ländern des Kontinents, einige wie Kenia, Tansania und Nigeria sogar mehrfach.

Zuletzt 2023 besuchte mit Franziskus (2013-2025) ein Papst den Kontinent. Er reiste in Angolas Nachbarland, die Demokratische Republik Kongo, und anschließend in den Südsudan.

Robert Francis Prevost (Papst Leo XIV.)

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Robert Francis Prevost gilt als ein Kardinal der Mitte. Obwohl US-Amerikaner ist der Ordensmann in Rom, der Kurie und der Weltkirche zu Hause. Zuletzt leitete der 69-Jährige die Vatikanbehörde für Bischöfe, quasi die Personalabteilung der katholischen Weltkirche. In dieser Funktion war Prevost in den vergangenen zwei Jahren zuständig für einen Großteil der Bischofsernennungen weltweit.

Papst Leo XIV / ©  Andrew Medichini/AP (dpa)
Papst Leo XIV / © Andrew Medichini/AP ( dpa )
Quelle:
KNA