Die historischen und kulturellen Unterschiede der Kirchen seien ein wunderbares Mosaik gemeinsamen christlichen Erbes, sagte Leo XIV. am Donnerstag im Vatikan. Seine Ansprache richtete er an junge Priester und Mönche der orthodoxen Ostkirchen. Trotz der Unterschiede "sollten wir uns weiter gegenseitig unterstützen, damit wir in unserem gemeinsamen Glauben an Christus wachsen können".
Vorurteile beseitigen und Herzen entwaffnen
Das katholische Kirchenoberhaupt ermunterte dazu, eigene Vorurteile zu beseitigen und die Herzen zu entwaffnen. Dann "wachsen wir in der Nächstenliebe, arbeiten enger zusammen und stärken unsere Bande der Einheit in Christus", so Leo XIV. So werde "die Einheit der Christen auch zu einem Sauerteig für Frieden auf Erden und Versöhnung aller."
Zu der Gruppe, die der Papst im Vatikan empfing, gehörten Angehörige der armenisch-apostolischen, koptischen, äthiopisch-orthodoxen, eritreisch-orthodoxen, malankarischen und syrisch-orthodoxen Kirche. Sie halten sich im Rahmen einer Studienreise in Rom auf. Ziel ist, mehr über die katholische Kirche zu erfahren, insbesondere über die Verwaltung der Weltkirche im Vatikan und über römische Bildungseinrichtungen.