Auch ohne formelle Bestätigung aus dem Vatikan bereitet sich die katholische Kirche in Peru auf einen möglichen Besuch von Papst Leo XIV. vor. Nach Angaben des Vorsitzenden der peruanischen Bischofskonferenz (CEP), Carlos García, gilt eine Reise des Papstes nach Peru zwischen November und der ersten Dezemberwoche als wahrscheinlich.
Die Erfolgsaussichten bezifferte García auf rund 80 Prozent, betonte jedoch, dass Zeitpunkt und Ablauf weiterhin von vatikanischen Entscheidungsprozessen sowie diplomatischen und logistischen Faktoren abhängen. Als nahezu fixer Programmpunkt gilt nach Angaben der Bischofskonferenz ein Besuch in Chiclayo.
"Der wichtigste Ort nach Lima ist Chiclayo. Das ist fix, zu hundert Prozent", sagte García laut dem Portal Aciprensa (Mittwoch) bei einer Pressekonferenz nach dem Ad-limina-Besuch der peruanischen Bischöfe in Rom. Der Pontifex war vor seiner Wahl Bischof des nordperuanischen Bistums, was dem Ort eine besondere symbolische Bedeutung verleihe. Weitere mögliche Stationen – etwa im Amazonasgebiet oder in Cusco – hingen von der verfügbaren Zeit und den geografischen Möglichkeiten ab.
Einrichtung eines Organisationsteams
Ungeachtet der noch ausstehenden offiziellen Bestätigung will die Kirche in Peru frühzeitig mit den Vorbereitungen beginnen. Laut García soll ab März eine nationale Organisationskommission eingesetzt werden, um logistische, pastorale und sicherheitsrelevante Fragen zu koordinieren.
Die eigentliche Reiseplanung liege bei der vatikanischen Stelle, die Papstbesuche vorbereitet und mit staatlichen Stellen abstimmt. Während der Begegnungen in Rom habe der Papst eine enge persönliche und geistliche Verbundenheit mit Peru erkennen lassen, berichtete García.
Die Gespräche seien von großer Vertrautheit geprägt gewesen; Leo XIV. habe mehrfach seine Zuneigung zum Land bekundet. Der Papst bewahre zudem eine Darstellung des "Señor de los Milagros" auf, die ihn in seinem täglichen Gebet begleite. "Peru ist im Herzen des Papstes", sagte García.
Die Bischöfe riefen die Bevölkerung dazu auf, sich unabhängig vom endgültigen Reisebeschluss innerlich auf einen möglichen Besuch vorzubereiten. Es gehe nicht um einzelne Stationen, sondern um eine landesweite geistliche Vorbereitung auf das Kommen des Papstes, betonte der Vorsitzende der Bischofskonferenz.