Wiedersehen macht Freude: Papst Leo XIV. hat am Freitag die Bischöfe aus seinem zweiten Heimatland Peru im Vatikan empfangen. Die Kirchenmänner befinden sich zum turnusgemäßen Ad-limina-Besuch in Rom. Zu diesem sind die katholischen Bischofskonferenzen weltweit alle fünf bis sieben Jahre verpflichtet. Dabei informieren die Bischöfe eines Landes den Papst über die Situation in ihren Bistümern. Zudem führen sie Gespräche in Vatikanbehörden und besuchen die Apostelgräber.
Schon am Donnerstag hatte Leo XIV. mit den peruanischen Bischöfen in deren Domizil zu Mittag gegessen. Die Bischofskonferenz veröffentlichte Fotos des Treffens auf der Plattform X und bezeichnete Leos XIV. Besuch als "angenehme und unerwartete Überraschung".
Einen großen Teil seines Lebens verbrachte der Papst in Peru. Bei dem Treffen mit den Bischöfen des südamerikanischen Landes wurde es darum auch emotional - und Leo XIV. erklärte gleich zweimal seine Liebe. "Ich bitte Sie, meine lieben Kinder in Peru daran zu erinnern, dass der Papst sie in seinem Herzen trägt und sie mit Zuneigung in seinen Gebeten bedenkt", sagte er am Freitag zu Beginn seiner Ansprache im Vatikan.
Leos besondere Verbindung mit Peru
Leo XIV. gehörte einst selbst der Peruanischen Bischofskonferenz an und war auch ihr Vize-Vorsitzender. Von 2015 bis 2023 leitete Robert Francis Prevost, wie der Papst mit bürgerlichem Namen heißt, das Bistum Chiclayo. Zuvor arbeitete der gebürtige US-Amerikaner viele Jahre als Augustiner-Ordensmann in dem südamerikanischen Land. Er besitzt die peruanische Staatsangehörigkeit.
In seiner ersten Ansprache als Papst am 8. Mai 2025 richtete Leo XIV. einen Gruß an alle Peruaner, insbesondere an die Menschen in Chiclayo. Seine besondere Verbindung mit dem südamerikanischen Land hält er auch als Kirchenoberhaupt: Einer seiner beiden Privatsekretäre ist der peruanische Priester Edgard Iván Rimaycuna Inga. Seine persönliche Köchin stammt ebenfalls aus Peru.
Peru im Herzen
"Liebe Mitbrüder im Bischofsamt, Peru hat einen besonderen Platz in meinem Herzen", betonte das Kirchenoberhaupt nun bei dem Treffen. "Dort habe ich mit Ihnen Freuden und Mühen geteilt, den einfachen Glauben Ihrer Menschen kennengelernt und die Kraft einer Kirche erfahren, die auch inmitten von Prüfungen zu hoffen versteht."
Er appellierte an die Bischöfe, sich in ihrem Heimatland für Einheit und Gemeinschaft einzusetzen. Dies gelte für die Beziehung der Bischöfe untereinander ebenso wie für jene zwischen den Amtsträgern und den Gläubigen. Sie seien aufgerufen, auf andere zuzugehen, ihnen zuzuhören, sie zu begleiten und sie zu verstehen. Dabei müsse ihr Engagement allen gelten, insbesondere aber den Schwächsten und Bedürftigsten.
Geschenke für den Papst
Aus ihrer Heimat brachten die peruanischen Bischöfe zwei Geschenke für den Papst mit: ein Muttergottes-Mosaik und eine Statue der heiligen Rosa von Lima. In einer feierlichen Zeremonie werden sie am Samstag in den vatikanischen Gärten aufgestellt.
Redaktioneller Hinweis: Der Artikel wurde am 30.1.2026 gegen 14.55 Uhr überarbeitet.