Papst plant wohl im Herbst eine Reise nach Peru

Leo XIV. will Wahl-Heimat besuchen

Perus Außenministerium und Bischofskonferenz haben bestätigt, dass der neue Papst das Land noch in diesem Jahr besuchen wird. Leo XIV. hatte lange dort gearbeitet und besitzt auch die peruanische Staatsangehörigkeit.

Papst Leo XIV. / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Papst Leo XIV. wird wohl noch in diesem Jahr seine frühere Wahlheimat Peru besuchen. Das bestätigte der Außenminister des südamerikanischen Landes, Hugo de Zela, am Sonntag peruanischen Medien. Der Papst habe sich entschieden, "unser Land zu besuchen, worüber wir sehr glücklich sind. Was noch nicht feststeht, ist das Datum", sagte Zela der Zeitung "La Republica". Es solle aber noch in diesem Jahr sein.

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Peruanischen Bischofskonferenz, Bischof Carlos García Camader. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Besuch in der zweiten Jahreshälfte stattfinde, so der Bischof von Lurin laut Medienberichten. Damit ginge der Papst den Präsidentenwahlen im April und einer möglichen Stichwahl im Juni aus dem Weg. Wahrscheinlich sei ein Besuch im November.

Enge Verbindungen zu Peru 

Leo XIV. gehörte einst selbst der Peruanischen Bischofskonferenz an und war auch ihr Vize-Vorsitzender. Von 2015 bis 2023 leitete Robert Francis Prevost, so sein bürgerlicher Name, das Bistum Chiclayo. Zuvor arbeitete der gebürtige US-Amerikaner viele Jahre als Ordensmann der Augustiner in Peru. Er besitzt auch die peruanische Staatsangehörigkeit. In seinem Alltag als Papst unterstützen ihn derzeit ein Privatsekretär und eine Köchin aus Peru.

Die katholische Kirche in Peru

Peru ist für die katholische Kirche eine wichtige Bastion in Lateinamerika, von den 31 Millionen Einwohnern gelten 90 Prozent als katholisch. Die Kirche hat viele Entwicklungsprojekte und setzt sich für den Schutz der indigenen Minderheiten ein, die gerade im Amazonasgebiet durch den Raubbau an der Natur und die zunehmenden Flussverschmutzungen infolge des illegalen Goldabbaus in ihren Lebensgrundlagen bedroht werden.

Gläubiger in Peru mit Rosenkranz / © Geraldo Caso (dpa)
Gläubiger in Peru mit Rosenkranz / © Geraldo Caso ( dpa )
Quelle:
KNA