Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) wirft dem CDU-Wirtschaftsflügel vor, mit seiner Gleichsetzung von Teilzeitarbeit als "Lifestyle-Entscheidung" die Lebensrealität von Frauen zu diskreditieren.
"Wer in Teilzeit arbeitet, tut dies in der Regel nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil Betreuung, Pflege und Erwerbsarbeit unter den bestehenden Rahmenbedingungen kaum anders vereinbar sind", erklärte die kfd-Vize-Vorsitzende Lucia Lagoda am Mittwoch.
Ausbau der Ganztagsbetreuung in Schulen gefordert
"Teilzeit bedeutet weniger Einkommen und geringere Rentenansprüche – das kann sich kaum eine Frau leisten, mit oder ohne Kinder", so Lagoda. Statt mehr Druck auf Frauen brauche es bessere Strukturen, die eine Wahlfreiheit ermöglichten. Nötig dafür sei zum einen ein Ausbau der Ganztagsbetreuung in Schulen.
Zum anderen brauche es Entlastung, etwa bei der unbezahlten Care-Arbeit, die weiter hauptsächlich von Frauen geleistet werde. Auch müssten falsche steuerliche Anreize beseitigt werden."