Düsseldorfer Basilika Sankt Margareta gewährt Einblick in Sanierung

Großer Andrang bei kurzer Öffnung

Kurz vor Ende der Sanierungsarbeiten hat die Düsseldorfer Basilika Sankt Margareta kurz ihre Türen geöffnet. Hunderte nutzten die Gelegenheit, den erneuerten Kirchenraum zu erleben, bevor die Kirche am 15. März wiedereröffnet wird.

Autor/in:
Carsten Döpp
Basilika St. Margareta in Düsseldorf Gerresheim / © Milena Blue (shutterstock)
Basilika St. Margareta in Düsseldorf Gerresheim / © Milena Blue ( shutterstock )

DOMRADIO.DE: Sie haben am Wochenende die Kirchentüren geöffnet, damit die Menschen den Kirchenraum schon mal ohne Bänke erspüren können. Wie hat sich das angefühlt?

Monsignore Oliver Boss (Kath. Kirchengemeinde St. Margareta, Düsseldorf): Es war eine grandiose Erfahrung, muss ich sagen. Mit so vielen Menschen hatten wir nicht gerechnet. Das tolle Wetter und ein Artikel in der Rheinischen Post am Samstagmorgen haben sicherlich noch dazu beigetragen, dass der Besucherstrom nicht abriss. Wir hatten am Samstag zwölf Stunden geöffnet und am Sonntag von 13 bis 18 Uhr. 

Es war ständig Betrieb – manchmal sogar richtig voll. Die Menschen hat es schlicht in die Kirche gezogen, nicht nur aus dem Stadtteil, sondern aus der ganzen Stadt. Ich war mit einigen anderen aus unserem Pastoralteam die ganze Zeit da und haben Gespräche geführt. Das war super. 

DOMRADIO.DE: Was wurde denn alles in Ihrer Basilika getan?

Boss: Wir sanieren den Innenraum. Wenn man die Kirche vorher gekannt hat und jetzt hereinkommt, dann hat sich gar nicht so wahnsinnig viel verändert. Aber die Wände und Fresken mussten gereinigt und mühsam restauriert werden. Der Eingangsbereich wurde umgestaltet. Das Taufbecken kam nach vorne. Die Marienecke, wo tagsüber viele Menschen hinkommen, um zu beten und Kerzen aufzustellen, wurde umgestellt. 

Das Grab, der Sarkophag des Gründers, wurde auf eine andere Position versetzt. Vor allem wurde das Heizungssystem den neuen Verhältnissen angepasst. Wir haben jetzt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, mit der wir unter anderem beheizbare Sitzkissen erwärmen. Das war alles schon sehr umfangreich.

Mühsam musste die Wände und Fresken der Katholischen Kirchengemeinde St. Margareta in Düsseldorf gereinigt und restauriert werden. / © Kath. Kirchengemeinde St. Margareta, Düsseldorf  (privat)
Mühsam musste die Wände und Fresken der Katholischen Kirchengemeinde St. Margareta in Düsseldorf gereinigt und restauriert werden. / © Kath. Kirchengemeinde St. Margareta, Düsseldorf ( privat )

DOMRADIO.DE: Jetzt wird wieder gearbeitet, denn Sie peilen den 15. März als großen Eröffnungstag an. Warum gerade da?

Boss: Die Architekten gehen davon aus, dass die Arbeiten rund um Karneval abgeschlossen sein werden. Wir können schlecht an Karneval in Düsseldorf öffnen und anschließend beginnt die Fastenzeit. Aber wir wollen natürlich die Karwoche und Ostern in der renovierten Kirche feiern. 

Blick in den Altarraum der Katholischen Kirchengemeinde St. Margareta in Düsseldorf.  / © Kath. Kirchengemeinde St. Margareta, Düsseldorf  (privat)
Blick in den Altarraum der Katholischen Kirchengemeinde St. Margareta in Düsseldorf. / © Kath. Kirchengemeinde St. Margareta, Düsseldorf ( privat )

Deshalb haben wir uns den 15. März überlegt, das ist der vierte Sonntag der Fastenzeit. Das ist liturgisch der Laetare-Sonntag, der Freudensonntag. Da können wir liturgisch ein bisschen ausgelassener feiern als an den anderen Fastensonntagen.

Das Interview führte Carsten Döpp.

Der vierte Fastensonntag

Laetare - der lateinische Begriff für "Freue Dich" hat dem vierten Fastensonntag seinen Namen gegeben: Drei Wochen vor Ostern, mitten in der strengen Fastenzeit, sollen die Gläubigen sozusagen schon einen Vorgeschmack auf die Osterfreude bekommen.

Dominiert als Farbe der Liturgie während der Fastenzeit das Violett, so wird am vierten Fastensonntag meist Rosa verwendet. Es soll gewissermaßen schon das freudige österliche Weiß hindurchschimmern. Auch die Orgel wird im Gottesdienst großzügiger eingesetzt.

Laetare-Sonntag: Zeit zum Innehalten / © Maike Müller (KNA)
Laetare-Sonntag: Zeit zum Innehalten / © Maike Müller ( KNA )
Quelle:
DR

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