"Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen" - mit diesem Leitspruch hat der Deutsche Caritasverband seine Jahreskampagne gestartet. Der katholische Verband wirbt dafür, die unterschiedlichen Lebensalter als gemeinsame Kraft für eine solidarische, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft zu begreifen.
"Wir wagen die Gegen-Utopie gegen die populäre Rede der unvermeidlichen Spaltungen", sagte Caritaspräsidentin Eva Welskop-Deffaa am Montag in Passau. "Wir machen die Realität des gelingenden Miteinanders von Alt und Jung als gesellschaftliche Superkraft sichtbar." Schließlich seien die großen Herausforderungen nur im Miteinander und Füreinander der Generationen zu bewältigen.
Die Kampagne, deren Symbol zwei Schuhe unterschiedlicher Generationen auf rotem Schuhkarton sind, wird mit Veranstaltungen in Passau, Freiburg, Dortmund und Schwerin eröffnet. Im Laufe des Jahres sollen bundesweit 10.000 Schuhpaare auf zu Generationenpyramiden gestapelten roten Schuhkartons die Begegnungsorte der Caritas sichtbar machen.
Politische Forderungen
Zugleich stellt der Verband zum Start der Kampagne seine zentralen Forderungen auf. Er setzt sich ein für Reformen der Sozialversicherungen, eine gute Familien- und Bildungspolitik, die Stärkung des Ehrenamts und der Freiwilligendienste und eine nachhaltige Klimapolitik.
Der Deutsche Caritasverband engagiert sich nach eigenen Angaben seit über 125 Jahren für Menschen in Not. Mit bundesweit fast 740.000 Mitarbeitenden, über 500.000 ehrenamtlich Engagierten und rund 25.000 Einrichtungen und Diensten unterstützt die Caritas jährlich rund 13 Millionen Menschen.
Er betätigt sich zudem weltweit mit mehr als 600 Projekten in 77 Ländern gemeinsam mit lokalen Caritas-Organisationen, mit kirchlichen und säkularen Partnerorganisationen sowie staatlichen Stellen an der Seite von Menschen, die in existenziellen Krisen sind.