Nach mehr als acht Monaten im Amt bekommt Papst Leo XIV. sein eigenes Mosaik-Porträt in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Bislang wurde lediglich das leere Medaillon neben Leos XIV. Vorgänger Franziskus (2013-2025) angestrahlt. Angebracht werde das runde Mosaikbild mit einem Durchmesser von 137 Zentimetern ab dieser Woche, sagte Vatikansprecher Matteo Bruni der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch.
Die Arbeiten finden in 13 Metern Höhe im rechten Seitenschiff der Kirche statt. Sie sollen noch vor dem feierlichen Abendgebet Leos XIV. in Sankt Paul am 25. Januar vollendet sein.
Werk aus Glasuren und Goldtönen
Das Porträt, das im Mosaikstudio der Dombauhütte von Sankt Peter hergestellt wurde, zeigt den ersten US-amerikanischen Papst in rotem Messgewand mit weißem Pallium. Es wurde laut Vatikan aus Glasuren und Goldtönen auf einer Stahlstruktur hergestellt, jedes einzelne Steinchen wurde mit ölhaltigem Stuck befestigt. Die Mosaikkünstler orientierten sich bei der Abbildung an einer zu diesem Zweck erstellten Skizze des italienischen Malers Rodolfo Papa.
In der Porträtgalerie von Sankt Paul sind alle römischen Bischöfe, beginnend mit Petrus, in Medaillons verewigt. Das Bild des amtierenden Papstes wird mit Scheinwerfern angestrahlt. Leo XIV. ist offiziell der 267. Papst der katholischen Kirche.