Mit der Zukunft und Veränderung von Erinnerungskultur beschäftigt sich ab Dienstag eine zweitägige Konferenz in Berlin. Ausgerichtet wird sie von der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, zwei Wochen vor dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar.
Digitales Gedenken stärken
Schwerpunkte der Konferenz sind das digitale Gedenken, seine Formen sowie Chancen und Risiken. Dabei soll unter anderem über Hologramme als Zeitzeugen diskutiert werden. Hintergrund ist, dass es immer weniger Zeitzeugen gibt, die aus erster Hand über die Schoah berichten können. Auf dem Programm stehen zudem Formen des Erinnerns in den Sozialen Medien.
Am Mittwoch geht es unter anderem um Fragen der pädagogischen Vermittlung, zum Beispiel in Gedenkstätten. Zu der Tagung wird auch die Auschwitz-Überlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitz-Komitees, Eva Umlauf, erwartet. Als Podiumsgäste werden außerdem Wissenschaftler erwartet sowie der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und die brandenburgische Kulturministerin Manja Schüle (SPD). Beginn der Veranstaltung ist am Dienstag um 14.00 Uhr.