Für Bischof Genn hat sich Familienbegriff verändert

"Weder in Frage gestellt noch relativiert"

Der katholische Münsteraner Bischof Felix Genn hat die Bedeutung von Familien hervorgehoben. "Familie wird in unserer heutigen Gesellschaft vielfältig und bunt gelebt. Der Familienbegriff hat sich verändert und erweitert".

Münsters Bischof Felix Genn äußert sich zur Missbrauchsstudie / © Guido Kirchner (dpa)
Münsters Bischof Felix Genn äußert sich zur Missbrauchsstudie / © Guido Kirchner ( dpa )

Das schreibt Genn auf der Internetseite des Bistums Münster. Er nennt Alleinerziehende, Patchwork-Familien, gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern, Paare ohne Nachwuchs sowie Großfamilien aus mehreren Generationen. Damit werde die katholische Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau als Sakrament weder in Frage gestellt noch relativiert.

Orte, an denen Menschen Glauben erfahren und leben

Das Bistum Münster rückt nach eigenen Angaben im Jahr 2024 seine Angebote für Familien besonders in den Fokus. Familien seien wichtige Orte, an denen Menschen Glauben erfahren, lernen und leben. Jeder Monat des Jahres steht unter einem anderen Schwerpunkt im Zusammenhang mit dem Familienleben: Vom Start als Paar bis hin zur bunten Vielfalt des Familienlebens. 

Bistum Münster

Mit rund 1,59 Millionen Katholikinnen und Katholiken ist das Bistum Münster die mitgliederstärkste Diözese in Deutschland. Aber auch hier hat die Kirche mit schwindenden Mitgliederzahlen und den Folgen daraus zu kämpfen. Zwar rechnet das Bistum für das laufende Jahr mit Kirchensteuereinnahmen von rund 454,7 Millionen Euro. Die "Kirchensteuerkraft" – also das, was sich die Diözese mit dem Geld leisten kann – lässt aber stark nach: Bis 2060 soll sie sich im Vergleich zu 2017 halbiert haben.

Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke (KNA)
Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke ( KNA )
Quelle:
KNA