Mariä Himmelfahrt

Ausschnitt des Gemäldes "Mariä Himmelfahrt" von El Greco / © N.N. (dpa)
Ausschnitt des Gemäldes "Mariä Himmelfahrt" von El Greco / © N.N. ( dpa )

Am 15. August feiert die katholische Kirche das Hochfest Mariä Himmelfahrt. Es hat seinen Ursprung in der Ostkirche, wo es im Jahr 431 eingeführt wurde. In der römischen Kirche wird die in der Bibel nicht beschriebene Aufnahme Mariens in den Himmel seit dem 7. Jahrhundert gefeiert, in Deutschland seit dem 9. Jahrhundert.

Papst Pius XII. (1939-1958) verkündete 1950 als bislang letztes katholisches Dogma die "leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel". Der Lehrsatz unterstreicht die für das christliche Menschenbild wesentliche Zusammengehörigkeit von Leib und Seele.

In katholischen Regionen Deutschlands, vor allem im Süden, ist das auch "großer Frauentag" genannte Fest mit einer Reihe von Bräuchen verbunden, etwa mit Lichterprozessionen und Kräuterweihen. Dabei werden bis zu 77 verschiedene Kräuter und andere Pflanzen gesammelt, zu "Buschen" zusammengebunden und im Gottesdienst gesegnet. Mariä Himmelfahrt ist im Saarland und in überwiegend katholischen Gemeinden Bayerns gesetzlicher Feiertag. (kna/Stand 31.05.21)

Das Fest ist in 1.704 von insgesamt 2.056 Gemeinden in Bayern ein gesetzlicher Feiertag. Während in Ober- und Niederbayern in allen Kommunen frei ist, trifft das in Ober- und Mittelfranken für die meisten nicht zu, wie das Landesamt für Statistik am Freitag in Fürth mitteilte. In fünf der acht bayerischen Großstädte ist der Tag ebenfalls ein katholischer Feiertag. Das trifft auf München, Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt zu, in Nürnberg, Fürth und Erlangen wird dagegen gearbeitet.

Gemäß Artikel 1 Absatz 1 Nummer 2 des Gesetzes über den Schutz der Sonn- und Feiertage ist in Bayern der 15. August in einer Gemeinde dann ein gesetzlicher Feiertag, wenn dort mehr katholische als evangelische Einwohner ihren Hauptwohnsitz hatten. Auf welche Kommunen dies zutrifft, stellt das Landesamt für Statistik gemäß Gesetz auf Basis der letzten Volkszählung fest. Derzeit gilt die Erhebung von 2011. Auch in der Oberpfalz, wo 96 Prozent der Gemeinden überwiegend katholisch sind, in Schwaben (95,3 Prozent) sowie in Unterfranken (87 Prozent) ist der 15. August für die meisten Bürger frei. (KNA)