Die Franziskanische Familie

Papst inmitten franziskanischer Nonnen  / ©  Andrew Medichini (dpa)
Papst inmitten franziskanischer Nonnen / © Andrew Medichini ( dpa )

Die Franziskanische Familie vereint mehrere Gemeinschaften, die sich auf den heiligen Franz von Assisi (1182-1226) und die heilige Klara von Assisi (1194-1253) zurückführen. Ab 1206 distanzierte sich der Kaufmann Franziskus von seiner wohlhabenden Familie um ein Leben in Armut und bewußter Ausrichtung nach dem Evangelium zu führen. Bald schlossen sich ihm erste Gefährten an, die sich die "Büßer aus Assisi" nannten. Daraus entstand der Orden der Minderbrüder, "Frati minori". Bedingt durch die Entstehung verschiedener Reformzweige teilte sich der Orden im 16. Jahrhundert in die drei Zweige der Franziskaner-Observanten, Konventualen (Minoriten) und Kapuziner. Neben diesem "Ersten Orden" entstanden, inspiriert von Franziskus, durch Klara von Assisi die Klarissen als weiblicher Zweig (Zweiter Orden), sowie der "Dritte Orden" für Laien. Die Angehörigen des Ordens leben in Armut und besitzen nach der von Franziskus verfassten Ordensregel kein persönliches Eigentum. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie durch eigene Arbeit, seelsorgliche Dienste, Schenkungen und Almosen. Das Gewand der Brüder, angelehnt an die einfache Arbeitskleidung mittelalterlicher Bauern und Hirten, ist eine Kutte in brauner, grauer, oder schwarzer Farbe. Statt eines Gürtels -ursprünglich Ort der Aufbewahrung des Geldes- tragen sie einen weißen Strick mit drei Knoten.