Der Weiße Sonntag stand lange für die Feier der Erstkommunion. Mittlerweile feiern viele Pfarreien losgelöst von ihm die Erstkommunion. So oder so steht der Tag für das Ende der so genannten Osteroktav. Ostern klingt also noch nach.
Auch wenn Weihnachten in der Öffentlichkeit präsenter ist, ist Ostern das höchste Fest der Christenheit, feiert es doch die Auferstehung Jesu von den Toten.
Für dieses Hochfest haben Komponisten über Jahrhundert beeindruckende Werke geschrieben. Im Radioprogramm von DOMRADIO.DE erklingt am Abend des Weißen Sonntags dafür beispielhaft die "Missa paschalis" von Jan Dismas Zelenka.
Er war im 18. Jahrhundert deutlich von der italienischen Opernmusik beeinflusst und entwickelte daraus seinen ganz eigenen Stil. Der böhmische Komponist steht für temperamentvolle Musik, verbunden mit einer kühnen Harmonik und geradezu sprudelnden Melodien. In Dresden komponierte er umfangreiche katholische Kirchenmusik – vor allem Psalmen für die Vesper und natürlich Messvertonungen für die Eucharistiefeiern.
Auch zu Weihnachten oder Ostern schrieb er entsprechende Messen, die aufgrund ihrer Bezeichnung den Hochfesten zu zuordnen sind. Die Missa Paschalis in D-Dur komponiert er im Jahr 1726 und in im besten Sinne eine typische Zelenka-Messe. Besetzt für Gesangssolisten, Chor und Orchester kommt sie dem Hochfest Ostern entsprechend klangvoll und abwechslungsreich daher.