Vorwürfe gegen weiteren verstorbenen Priester

Zweiter Missbrauchsfall im Bistum Münster

Im Bistum Münster sind gegen einen weiteren verstorbenen Priester Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs erhoben worden. Diese richteten sich gegen einen Geistlichen, der von 1975 bis 1983 Pfarrer in Warendorf war

Schatten eines Kreuzes / © Harald Oppitz (KNA)
Schatten eines Kreuzes / © Harald Oppitz ( KNA )

Der Missbrauch soll sich den Angaben zufolge kurz bevor der Pfarrer Warendorf verließ ereignet haben. Der zum damaligen Zeitpunkt bereits erwachsene Betroffene habe den Vorfall im März 2019 einem unabhängigen Ansprechpartner des Bistums für Verfahren in Fällen sexuellen Missbrauchs gemeldet und sich auch an örtliche Medien und die Kirchengemeinde in Warendorf gewandt.

Beschuldigter konnte wegen Demenzerkrankung nicht befragt werden

Bereits 2011 hatte die Diözese einen Hinweis auf übergriffiges Verhalten durch den Priester erhalten, wie es hieß. Den damaligen Vorgaben entsprechend habe es Gespräche und Befragungen gegeben. Den beschuldigten Pfarrer hätten sie jedoch wegen einer Demenzerkrankung nicht zu den Vorwürfen befragen können. Er starb im vorigen Jahr im Alter von 83 Jahren.

Das Bistum kündigte an, die Vorwürfe aufklären zu wollen und dem Hinweisgeber den Kontakt zu eventuellen weiteren Betroffenen ermöglichen. Diese seien gebeten, sich bei den unabhängigen Ansprechpartnern zu melden. Vor einigen Wochen hatte das Bistum bereits über einen ähnlichen Fall berichtet.

Quelle:
epd
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