Die Dillinger Franziskanerinnen in Deutschland fusionieren

"Zusammen das franziskanische Charisma leben"

Bei einem außerordentlichen "Übergangskapitel" wurde beschlossen, dass die Dillinger Franziskanerinnen ihre drei deutschen Provinzen zusammenlegen. Sie wollen zusammen das franziskanische Charisma leben und Neues wagen.

Das "Trösterlein" der seligen Margareta Ebner im Kloster Maria Medingen / © Julian Schmidt (Bistum Augsburg)
Das "Trösterlein" der seligen Margareta Ebner im Kloster Maria Medingen / © Julian Schmidt ( Bistum Augsburg )

Die Dillinger Franziskanerinnen legen ihre drei deutschen Provinzen zusammen. Der Schritt wurde bei einem außerordentlichen "Übergangskapitel" im schwäbischen Dillingen an der Donau beschlossen, wie der Orden am Montag mitteilte.

Die bisher selbstständigen Provinzen mit Sitzen in Bamberg, Dillingen und Maria Medingen bei Dillingen bilden demnach ab 2022 die "Dillinger Franziskanerinnen, Deutsche Provinz" mit Sitz in Dillingen. Zur Provinzoberin sei Schwester Martina Schmidt gewählt worden, die bisherige Bamberger Oberin. Das Bamberger Montanahaus bleibe Verwaltungssitz im nördlichen Provinzgebiet.

Das franziskanische Charisma leben

Die Vereinigung sei schon lange vorbereitet gewesen, hieß es weiter. Der Entschluss sei in vielen Gesprächen und Versammlungen mit allen Schwestern gewachsen. "Zusammen wollen die zurzeit 360 Schwestern in Deutschland das franziskanische Charisma leben, sich durch veränderte Strukturen entlasten, Neues wagen", so der Orden.

Gründung in Dillingen an der Donau

Die Dillinger Franziskanerinnen wurden nach eigenen Angaben 1241 in Dillingen an der Donau gegründet. Die zurzeit 575 Schwestern der internationalen Gemeinschaft engagieren sich demnach außer in Deutschland auch in Brasilien, Indien, Spanien und den USA.

Quelle:
KNA