Restaurierung des Klosters Maria Medingen beendet

Schäden nach Feuer komplett beseitigt

Das Franziskanerinnenkloster Maria Medingen ist sechs Jahre nach einem Großbrand wieder vollständig hergerichtet. Augsburgs Bischof Meier hat am Donnerstag die historisch wertvolle Margaretenkapelle des Klosters wiedereröffnet.

Das "Trösterlein" der seligen Margareta Ebner im Kloster Maria Medingen / © Julian Schmidt (Bistum Augsburg)
Das "Trösterlein" der seligen Margareta Ebner im Kloster Maria Medingen / © Julian Schmidt ( Bistum Augsburg )

Das Gotteshaus in Mödingen im Landkreis Dillingen an der Donau beherbergt das Grab der seligen Mystikerin Margareta Ebner (um 1291-1351). Es war wie die gesamte Anlage 2015 durch ein Feuer schwer beschädigt worden. Eine der Schwestern kam dabei ums Leben.

Die Katastrophe ausgelöst hat damals vermutlich eine Kerze. Das Kloster selbst ist schon seit Längerem restauriert. Die Renovierungskosten beliefen sich nach Angaben der zuständigen Versicherungskammer Bayern auf insgesamt rund zwölf Millionen Euro.

Restaurierung weniger teuer als gedacht

Ursprünglich seien 20 Millionen Euro veranschlagt gewesen, doch die Schäden hätten sich dann als weniger schlimm als befürchtet herausgestellt.

Maria Medingen entstand im frühen 13. Jahrhundert als Gemeinschaft frommer Frauen und wurde 1246 als Dominikanerinnenkloster approbiert.

Im frühen 14. Jahrhundert lebte dort die Mystikerin Margareta Ebner, die bald nach ihrem Tod als Selige verehrt wurde. Auf sie geht unter anderem die älteste erhaltene Briefsammlung in deutscher Sprache zurück. Das Kloster wurde im Rahmen der Säkularisation aufgelöst.

Seit 1843 wird es wieder von der Gemeinschaft der Dillinger Franziskanerinnen genutzt, die hier seit 1973 auch ein Provinzialat betreiben. Aktuell leben 22 Ordensfrauen in dem Kloster, in dem unter anderem auch eine integrative Kindertagesstätte untergebracht ist.

Bischof Bertram Meier / © Dieter Mayr (KNA)
Bischof Bertram Meier / © Dieter Mayr ( KNA )
Quelle:
KNA