Kardinal Woelki macht auf Lage von Obdachlosen aufmerksam

Zum Beginn der kalten Jahreszeit

​Zum Beginn der kalten Jahreszeit macht der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki auf die Lage von Obdachlosen aufmerksam. Menschen, die auf der Straße leben, hätten keine große Lobby, sagte er am Donnerstag beim Besuch eines Hilfsprojekts in Bonn.

Obdachloser auf einer Bank / © Srdjan Randjelovic (shutterstock)
Obdachloser auf einer Bank / © Srdjan Randjelovic ( shutterstock )

Der Erzbischof rief dazu auf, "dass wir diesen Menschen wenigstens ein bisschen Menschlichkeit, eine warme Mahlzeit und Zugang zu sanitären Einrichtungen ermöglichen". Die Projektverantwortlichen vor Ort wiesen auf die schwierige Lage Wohnungsloser in der Corona-Krise hin. Wegen des Teil-Lockdowns könnten sie weniger Passanten um Unterstützung bitten als sonst. Woelki, der vom Kölner Weihbischof Ansgar Puff begleitet wurde, verteilte Schoko-Nikoläuse und tauschte sich mit den Wohnungslosen aus.

Einsatz für Obdachlose

Das Prälat-Schleich-Haus in Bonn hält den Angaben zufolge 84 stationäre Wohnplätze für Bedürftige, ein Beratungszentrum und eine Essensausgabe bereit. Woelki hatte sich bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr für Obdachlose eingesetzt. So öffnete er das Kölner Priesterseminar für Essensausgaben und Duschgelegenheiten.

Kardinal Woelki (DR)
Kardinal Woelki / ( DR )
Quelle:
KNA