Wulff lobt Bischof Wilmer als Glücksfall für die Bischofskonferenz

"Unmittelbarer Draht zu den Menschen"

Das Lob kommt aus der Politik. Ex-Bundespräsident Christian Wulff nennt den neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, einen Glücksfall. Mit Blick auf dessen Amtsantritt als Bischof von Münster formuliert er einen Wunsch.

Beate Gilles, Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), und Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim und neuer Vorsitzender der DBK / © Harald Oppitz (KNA)
Beate Gilles, Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), und Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim und neuer Vorsitzender der DBK / © Harald Oppitz ( KNA )

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat die Wahl des Hildesheimer Bischofs Heiner Wilmer zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gelobt. 

Wilmer sei ein Glücksfall für das Gremium, sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend beim Jahresempfang des Bistums Hildesheim im Hildesheimer Dom. "Sie gehören zu den Katholiken in unserem Land, die den unmittelbaren Draht zu den Menschen immer gehalten haben – und dennoch zusätzlich den besonderen Draht nach Rom haben", so Wulff an Wilmer gerichtet. "Das brauchen nicht nur die deutschen Katholiken, das brauchen wir Deutschen alle."

Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (li.) hat am 5. Mai 2026 traditionell zum Jahresempfang eingeladen. Gastredner war Bundespräsident a.D. Christian Wulff (Mitte). / © Gossmann (Bistum Hildesheim)
Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (li.) hat am 5. Mai 2026 traditionell zum Jahresempfang eingeladen. Gastredner war Bundespräsident a.D. Christian Wulff (Mitte). / © Gossmann ( Bistum Hildesheim )

Wilmer war am 24. Februar zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Am 26. März ernannte ihn Papst Leo XIV. zum neuen Bischof von Münster. Sein Amtsantritt dort ist für den 21. Juni vorgesehen.

Wulff würdigt Wilmers Fähigkeiten

Wulff, der früher auch Ministerpräsident von Niedersachsen war, zeigte sich stolz darauf, dass mit dem Bischof von Hildesheim ein Niedersachse an der Spitze der Bischofskonferenz stehe. Dies zeuge von überragenden Fähigkeiten Wilmers, weil es größere und mächtigere Bistümer in Deutschland gebe.

Mit Blick auf Wilmers bevorstehenden Wechsel ins Bistum Münster sagte Wulff: "Vielleicht war es auch eine besondere Überlegung des Heiligen Vaters, Sie in die Friedensstadt Münster zu schicken, damit von dort aus wieder ein bisschen mehr Frieden in die Welt einkehrt." Münster habe unter allen deutschen Städten mit über 100.000 Einwohnern den geringsten Anteil an AfD-Wählern. "Wenn Sie das von Münster aus ins Land tragen, wäre das schon einmal ein guter Beitrag für den Zusammenhalt in unserem Land." 

Heiner Wilmer SCJ

Heiner Wilmer wurde am 9. April 1961 in Schapen im Emsland geboren und wuchs auf einem Bauernhof auf. Nach seinem Abitur 1980 am Leoninum in Handrup, einem Gymnasium in Trägerschaft der Herz-Jesu-Priester, trat er ins Noviziat des Ordens in Freiburg ein.

Von 1981 bis 1986 studierte er Theologie in Freiburg sowie Romanistik in Paris. 1987 weihte ihn der Freiburger Erzbischof Oskar Saier zum Priester. Im Anschluss ging er nach Rom an die Päpstliche Universität Gregoriana, um dort Französische Philosophie zu studieren.

Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, wird im St.-Paulus-Dom als designierter Bischof von Münster vorgestellt / © Rolf Vennenbernd (dpa)
Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, wird im St.-Paulus-Dom als designierter Bischof von Münster vorgestellt / © Rolf Vennenbernd ( dpa )
Quelle:
KNA