Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat die Wahl des Hildesheimer Bischofs Heiner Wilmer zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gelobt.
Wilmer sei ein Glücksfall für das Gremium, sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend beim Jahresempfang des Bistums Hildesheim im Hildesheimer Dom. "Sie gehören zu den Katholiken in unserem Land, die den unmittelbaren Draht zu den Menschen immer gehalten haben – und dennoch zusätzlich den besonderen Draht nach Rom haben", so Wulff an Wilmer gerichtet. "Das brauchen nicht nur die deutschen Katholiken, das brauchen wir Deutschen alle."
Wilmer war am 24. Februar zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Am 26. März ernannte ihn Papst Leo XIV. zum neuen Bischof von Münster. Sein Amtsantritt dort ist für den 21. Juni vorgesehen.
Wulff würdigt Wilmers Fähigkeiten
Wulff, der früher auch Ministerpräsident von Niedersachsen war, zeigte sich stolz darauf, dass mit dem Bischof von Hildesheim ein Niedersachse an der Spitze der Bischofskonferenz stehe. Dies zeuge von überragenden Fähigkeiten Wilmers, weil es größere und mächtigere Bistümer in Deutschland gebe.
Mit Blick auf Wilmers bevorstehenden Wechsel ins Bistum Münster sagte Wulff: "Vielleicht war es auch eine besondere Überlegung des Heiligen Vaters, Sie in die Friedensstadt Münster zu schicken, damit von dort aus wieder ein bisschen mehr Frieden in die Welt einkehrt." Münster habe unter allen deutschen Städten mit über 100.000 Einwohnern den geringsten Anteil an AfD-Wählern. "Wenn Sie das von Münster aus ins Land tragen, wäre das schon einmal ein guter Beitrag für den Zusammenhalt in unserem Land."