Wiener Erzbischof Grünwidl erstmals zur Audienz bei Papst Leo XIV.

"Es war ein sehr gutes Gespräch"

Der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl baut seine Kontakte im Vatikan aus. Knapp vier Monate nach seiner Bischofsweihe empfing ihn Papst Leo XIV. erstmals zu einer Privataudienz. Weitere Termine in Rom sind geplant.

Papst Leo XIV. empfängt Josef Grünwidl, Erzbischof von Wien (Österreich), am 11. Mai 2026 im Vatikan / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. empfängt Josef Grünwidl, Erzbischof von Wien (Österreich), am 11. Mai 2026 im Vatikan / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Das gab der Vatikan am Montag bekannt. Die Erzdiözese Wien bestätigte das Treffen der österreichischen Nachrichtenagentur Kathpress.

"Es war ein sehr gutes Gespräch. Papst Leo ist, wie schon viele vor mir bemerkt haben, ein ausgezeichneter Zuhörer", sagte Grünwidl nach der rund halbstündigen Begegnung im Vatikan. Dabei habe der Erzbischof über die Situation der Kirche in der Erzdiözese Wien berichtet. Für derartige Gespräche sei Vertraulichkeit vereinbart, teilte die Erzdiözese mit.

Antrittsbesuch mit vielen Gesprächen

Im Rahmen seines zweitägigen Antrittsbesuchs in Rom besucht Grünwidl das Grab von Papst Franziskus und führt Gespräch in der vatikanischen Bildungsbehörde und in den Dikasterien für die Bischöfe und für den Klerus. Außerdem feiert Grünwidl Gottesdienste in der deutschsprachigen Pilgerkirche Santa Maria dell'Anima sowie am Campo Santo Teutonico im Vatikan.

Gespräche

Papst Leo XIV. hatte Grünwidl Mitte Oktober 2025 zum Nachfolger von Kardinal Christoph Schönborn als Wiener Erzbischof ernannt. Im Januar empfing er im Stephansdom die Bischofsweihe und wurde in sein Amt eingeführt. Zuvor hatte Grünwidl die Erzdiözese bereits ein Jahr lang als Apostolischer Administrator geleitet.

Erzdiözese Wien

Das Erzbistum Wien ist die von der Katholikenzahl her mit Abstand größte Diözese Österreichs. Sie umfasst das Bundesland Wien und die östliche Hälfte von Niederösterreich. Aufgrund der besonderen Größe und der unterschiedlichen Struktur dieser Gebiete ist die Diözese in drei Regionen, die Vikariate unterteilt, für die jeweils ein Bischofsvikar als Stellvertreter des Bischofs verantwortlich ist: 

 Stephansdom in Wien
 / © Annika Schmitz (KNA)
Stephansdom in Wien / © Annika Schmitz ( KNA )
Quelle:
KNA