Weltkirchenrat fordert Hilfe für Äthiopien

"Fragile Lebensgrundlagen"

Der Ökumenische Rat der Kirchen fordert die Weltgemeinschaft zu weit mehr humanitärer Hilfe in Äthiopien und am Horn von Afrika auf. Die Sterblichkeitsraten von mangelernährten Kindern seien schockierend hoch.

Geflüchtete aus Äthiopien sitzen am Flughafen / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Geflüchtete aus Äthiopien sitzen am Flughafen / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )

Ökumenischer Rat der Kirchen

Dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), auch Weltkirchenrat genannt, gehören derzeit 352 protestantische, anglikanische, orthodoxe und altkatholische Kirchen sowie kirchliche Gemeinschaften in mehr als 120 Ländern an. Sie repräsentieren weltweit über 580 Millionen Christen. Der Dachverband versteht sich als Forum für Austausch und Dialog sowie als Impulsgeber der christlichen Gemeinschaften für Politik, Kultur und Gesellschaft.

Papst Franziskus besucht Weltkirchenrat / © Paul Haring (KNA)
Papst Franziskus besucht Weltkirchenrat / © Paul Haring ( KNA )

Geschätzt rund 30 Millionen Menschen in dem ostafrikanischen Land bräuchten dringend Hilfe, darunter 12,4 Millionen Kinder und 4,5 Millionen Binnenflüchtlinge, erinnerte der ÖRK-Zentralausschuss am Freitag in Genf an jüngste Zahlen der Vereinten Nationen. Es gebe schockierend hohe Sterblichkeitsraten von mangelernährten Kindern.

Nach vier ausgefallenen Regenzeiten in Folge erleben Äthiopien und die Region am Horn von Afrika eine der stärksten Dürreperioden der vergangenen 40 Jahre. Dies bedrohe "fragile Lebensgrundlagen, die sehr auf Viehhaltung angewiesen sind", und verschlimmere Ernährungsunsicherheit und Unterernährung, so die Kirchenvertreter.

Quelle:
KNA