Weltgrößte Bibelseite reist nach Straßburg

Zur Erinnerung an Gutenbergs Geburtstags

Mit dem Druck einer 36 Quadratmeter großen Bibelseite sorgte die Internationale Gutenberg-Gesellschaft 2025 in Mainz für Aufsehen. Nun zieht das Werk nach Straßburg. Dort hatte Johannes Gutenberg an seinen Druckverfahren gearbeitet.

Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft ließ nach eigenen Angaben die größte Bibelseite der Welt in Mainz drucken.  / © Andrea Enderlein (epd)
Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft ließ nach eigenen Angaben die größte Bibelseite der Welt in Mainz drucken. / © Andrea Enderlein ( epd )

Die weltweit größte jemals gedruckte Bibelseite ist von Mainz aus nach Straßburg gebracht worden. 

Im Zeitraum bis Ende August solle die 36 Quadratmeter große Reproduktion im Straßburger Münster ausgestellt werden, teilte die Mainzer Stadtverwaltung am Samstagabend mit. Während der vergangenen zwölf Monate war der Druck im Mainzer Dom zu sehen.

Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft hatte 2025 zum Eröffnungsfest des rheinland-pfälzischen Kultursommers mit dem Projekt an den 625. Geburtstag des Buchdruck-Erfinders Johannes Gutenberg (um 1400-1468) erinnert. Die Druckvorlage für die 5 Meter breite und 7,20 Meter hohe Seite war aus mehreren großformatigen computergefrästen Holz-Druckstöcken zusammengesetzt worden. Um die Farbe auf das Papier zu pressen, war ein Kleinwagen viele Male über die Druckstöcke gerollt.

Vorarbeiten für Gutenbergs Erfindung in Straßburg

Der von Gutenberg erfundene Buchdruck mit beweglichen Metalllettern hatte erhebliche Auswirkungen auf den Verlauf der europäischen Geschichte. Die ersten mit seiner Methode produzierten Bibeln entstanden zwischen 1452 und 1454 in Mainz. Vorarbeiten zu dem Druckverfahren stammen bereits aus den Jahren davor, als Gutenberg zeitweise in Straßburg tätig war.

Die Bibel

Bibel ist die Schriftensammlung, die im Judentum und Christentum als Heilige Schrift gilt. Auf den Schriften fußt jeweils die Religionsausübung. Die Bibel des Judentums ist der dreiteilige Tanach, der aus der Tora, den Nevi’im und Ketuvim besteht. Diese Schriften entstanden seit etwa 1200 v. Chr. im Kulturraum der Levante und Vorderen Orient und wurden bis 135 n. Chr. kanonisiert. Das Christentum übernahm alle Bücher des Tanachs, ordnete sie anders an und stellte sie als Altes Testament (AT) dem Neuen Testament (NT) voran.

Eine Bibel liegt aufgeschlagen auf einem Tisch (KNA)
Eine Bibel liegt aufgeschlagen auf einem Tisch / ( KNA )
Quelle:
epd