Papst Leo XIV. und Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella haben zum neuen Jahr wechselseitig Glückwünsche ausgetauscht. In öffentlichen Botschaften erinnerten beide an das Ziel des Friedens unter den Völkern. Präsident Mattarella sagte am Mittwoch in seiner Silvesteransprache, er übersende dem Papst im Namen des italienischen Volkes die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr.
Zugleich machte er sich den Wunsch des Papstes zu eigen, dass statt Hass, Gewalt und Feindschaft endlich Dialog, Frieden und Versöhnung die Oberhand gewinnen mögen. Auch den Aufruf des Papstes zur "Abrüstung der Sprache" nahm Mattarella auf. Er forderte eine "Mentalität des Friedens" anstelle von Wortgefechten und wechselseitigen Anschuldigungen.
"Ein Jahr des Friedens"
Papst Leo XIV. erwiderte die Grüße des italienischen Staatsoberhauptes bei seinem ersten Mittagsgebet des neuen Jahres vor mehr als zehntausend auf dem Petersplatz versammelten Menschen. Er rief seine Zuhörer auf, "ein Jahr des Friedens" zu schaffen. Dazu sollten sie ihr Denken und Fühlen "abrüsten" und auf jegliche Gewalt verzichten.
Zugleich wiederholte der Papst den Wunsch nach einem "entwaffneten und entwaffnenden Frieden" und rief zum Gebet um Frieden auf. Dies gelte zwischen den Nationen mit ihrem "Blutvergießen in Konflikten und Elend", aber auch in Familien, die von Gewalt und Schmerz verletzt seien. Gott lade die Gläubigen ein, ihre Zeit zu verändern und "endlich eine Epoche des Friedens und der Freundschaft unter den Völkern zu beginnen".
Ausdrücklich begrüßte der Papst in diesem Zusammenhang die Friedensbemühungen der internationalen Gemeinschaft von Sant'Egidio, von der zahlreiche Mitglieder auf dem Platz mit Transparenten anwesend waren. Darauf standen Namen von Weltregionen, in denen derzeit kein Friede herrscht, darunter der Sudan, Gaza und die Ukraine.