Christlich-jüdischer Gottesdienst zum Gedenken an KZ-Befreiung

Vor 75 Jahren befreiten die Alliierten das Konzentrationslager Sachsenhausen

​Ein christlich-jüdischer Gottesdienst aus der Berliner Gedenkkirche Maria Regina Martyrum erinnert an diesem Sonntag an die Befreiung des KZ Sachsenhausen vor 75 Jahren. Die öffentlichen Veranstaltungen mussten wegen der Corona-Krise abgesagt werden.

Gedenkkirche Maria Regina Martyrum  / © Rabanus Flavus (KNA)
Gedenkkirche Maria Regina Martyrum / © Rabanus Flavus ( KNA )

Die Übertragung des Gottesdienstes im rbb-Fernsehen beginnt um 10.15 Uhr, wie das Erzbistum Berlin am Donnerstag mitteilte. Mitwirkende sind unter anderem der Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland, Andreas Nachama, der Beauftragte für Erinnerungskultur des Erzbistums Berlin, Pfarrer Lutz Nehk, Pröpstin Christina-Maria Bammel von der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) sowie die Beauftragte für Erinnerungskultur der EKBO, Pfarrerin Marion Gardei.

Veranstaltungen wegen Corona abgesagt

Vor 75 Jahren befreiten die Alliierten das Konzentrationslager Sachsenhausen in Brandenburg. Überlebende aus aller Welt und ihre Angehörigen wollten am 19. April in der Gedenkstätte Sachsenhausen und im ebenfalls 1945 befreiten KZ Ravensbrück öffentlich der Befreiung und der Ermordeten gedenken. Aufgrund der Coronakrise mussten alle Feierlichkeiten und Veranstaltungen abgesagt werden.

Eine Videoaufzeichnung mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in der Gedenkstätte Ravensbrück wird am Sonntag im Rahmen eines Online-Programms zum 75. Jahrestag der Befreiung auf den Social-Media-Kanälen und auf der Homepage der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten zu sehen sein. Der rbb sendet um 11.00 Uhr eine 30-minütige Aufzeichnung des Gedenkens.

Quelle:
KNA
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