Antisemitismusbeauftragter beklagt "Corona-Hetze" gegen Juden

Ausbreitung von Hassbotschaften

In den Sozialen Netzwerken verbreiten sich Verschwörungstheorien zum Ausbruch von Corona. Der Antisemitismus beauftragte des Landes Hessen fordert ein gemeinsames Vorgehen.

Hetze über Soziale Medien / © Jan-Philipp Strobel (dpa)
Hetze über Soziale Medien / © Jan-Philipp Strobel ( dpa )

Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker hat eine "gefährliche Ausbreitung antisemitischer Hassbotschaften und Verschwörungstheorien" in den sozialen Netzwerken beklagt. Dort würden in großer und zunehmender Zahl Juden und der Staat Israel für die Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht, erklärte Becker am Montag in Wiesbaden. In "klassischen antisemitischen Bildern" würden zudem wirtschaftliche Absichten in der Verbreitung des Virus unterstellt.

Bekämpfung von Hassbotschaften

"Wir müssen diesen hässlichen Erscheinungen antisemitischer Corona-Hetze aktiv entgegentreten", forderte Becker. Neben den staatlichen Stellen, deren Aufgabe gerade auch in der Bekämpfung derartiger Hassbotschaften liege, sollten auch die Bürger wachsam sein und entsprechende Äußerungen melden. "Nur gemeinsam können wir neben dem Virus auch die Ausbreitung des Antisemitismus eindämmen und zurückdrängen", sagte der Antisemitismusbeauftragte.

Quelle:
epd