Ordensschwester sieht im Synodalen Weg Frustrationspotential

"Viel Energie, viel Papier, ohne Wirkung"

Die Kölner Ordensschwester Emmanuela Kohlhaas hat sich skeptisch gegenüber einem Erfolg des Reformdialogs der katholischen Kirche in Deutschland gezeigt. Am Ende habe man viel Papier ohne Wirkung produziert.

Sr. Dr. Emmanuela Kohlhaas OSB / © Benediktinerinnen Köln (privat)
Sr. Dr. Emmanuela Kohlhaas OSB / © Benediktinerinnen Köln ( privat )

Es würde sie positiv überraschen, wenn es bei der kommenden Sitzung des Synodalen Weges in Frankfurt gelänge, "auch nur einen einzigen Text wirklich mehrheitlich zu verabschieden", sagte die Benediktinerin am Freitag im Deutschlandfunk. Grund dafür sind nach ihrer Ansicht die Entscheidungsstrukturen in dem Gremium, die keine "reale Beteiligung" der Laien gegenüber den Bischöfen zuließen.

Viel Papier ohne Wirkung produziert

Sie persönlich befürchte, dass der Synodale Weg zu Frustration führen wird, "weil viele Menschen viel Energie rein gegeben haben und zu guter Letzt hat man viel Papier produziert, was letztlich ohne Wirkung bleibt", so Kohlhaas. Am kommenden Donnerstag beginnt die nächste Sitzungsrunde des Reformdialogs in Frankfurt.

Gehorsamsbild wenig mit dem Evangelium zu tun

Die Priorin der Benediktinerinnen in Köln erneuerte zudem ihre Kritik am Gehorsamgedanken in der Kirche. Dieser sei "problematisch", da dahinter ein Gehorsamsbild stehe, "das wenig mit dem Evangelium zu tun hat". Gemeinsam mit dem Kölner Pfarrer Thomas Frings hatte Kohlhaas in diesem Jahr ein Buch veröffentlicht, das unter dem Titel "Ungehorsam - Eine Zerreißprobe" dem blinden Gehorsam eine Absage erteilt.

Quelle:
KNA
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