Vatikanbank meldet kräftiges Gewinnwachstum im Geschäftsjahr 2025

Gewinn steigt auf 51 Millionen Euro

Die Gewinne der Vatikanbank sind eine wichtige Einnahmequelle für den Papst und den Heiligen Stuhl. Für das zurückliegende Geschäftsjahr 2025 meldet sie einen kräftigen Gewinnzuwachs von 55,5 Prozent auf nunmehr 51 Millionen Euro.

Der Hauptsitz des Istituto per le Opere di Religione (IOR), der Vatikanbank, am 6. Mai 2018 im Vatikan. / © Stefano dal Pozzolo/Romano Siciliani (KNA)
Der Hauptsitz des Istituto per le Opere di Religione (IOR), der Vatikanbank, am 6. Mai 2018 im Vatikan. / © Stefano dal Pozzolo/Romano Siciliani ( KNA )

Wie das im Vatikan ansässige Geldinstitut am Montag mitteilte, wuchs die an den Papst abgeführte Dividende noch stärker, sie lag bei 24,3 Millionen Euro. Das sind nach Angaben des Instituts 76,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Erfolgreiches Management des Kundenkapitals

Den gestiegenen Gewinn begründet die Bank unter anderem mit dem erfolgreichen Management des Kundenkapitals von 5,9 Milliarden Euro. Das Finanzinstitut betreut rund 12.000 Kunden. Im Vorjahr waren es noch 5,7 Milliarden Euro. Alle Geldanlagen des IOR folgen laut Bank den ethischen Grundsätzen der katholischen Kirche.

Wie das Geldinstitut weiter mitteilte, schied der langjährige Direktor, der französische Bankier Jean-Baptiste de Franssu (62), nach der Genehmigung der Jahresbilanz für 2025 planmäßig aus. Er leitete das IOR seit 2014. Seine Nachfolge übernahm der Luxemburger François Pauly (61), zuletzt Verwaltungsratspräsident der Finanz- und Versicherungsgruppe Compagnie Financière La Luxembourgeoise. Zudem war er in der Finanzverwaltung des Erzbistums Luxemburg und im Verwaltungsrat des IOR tätig.

Vatikanbank

Als "Vatikanbank" wird landläufig das "Institut für die religiösen Werke" (Istituto per le Opere di Religione, IOR) bezeichnet. Das IOR ist jedoch nur im eingeschränkten Sinne eine Bank. Einige bankentypische Dienstleistungen wie die Vergabe von Krediten bietet es nicht an. Hauptzweck des 1942 gegründeten Instituts ist laut Statuten die Verwaltung von Kapital, dessen Erträge "für Werke der Kirche und für christliche Wohltätigkeit in allen Teilen der Welt bestimmt sind".

Hauptsitz der Vatikanbank  / © Romano Siciliani (KNA)
Hauptsitz der Vatikanbank / © Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA