Vatikan beteiligt sich nicht an Trumps "Friedensrat"

Einige "ungeklärte Punkte"

Mit einem "Friedensrat" will US-Präsident Donald Trump den Wiederaufbau des Gazastreifens voranbringen. Italien gehört zu den wenigen Ländern Europas, die mitmachen. Der Vatikan hat sich anders entschieden und sieht die UN zuständig.

Donald Trump / © Evan Vucci/AP (dpa)
Donald Trump / © Evan Vucci/AP ( dpa )

Der Vatikan beteiligt sich nicht an dem von US-Präsident Donald Trump gewollten "Board of Peace" (Friedensrat), der den Wiederaufbau des kriegszerstörten Gazastreifens voranbringen soll. Dies erklärte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Montagabend vor Journalisten in Rom. Er begründete die Nichtteilnahme unter anderem mit der "besonderen Natur des Heiligen Stuhls", die sich von der anderer Staaten unterscheide.

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin mit Journalisten  / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin mit Journalisten / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )

Zudem gebe es bei dem Projekt einige "ungeklärte Punkte". Im Übrigen sei der Vatikan der Meinung, dass vor allem die UN für derartige Dinge zuständig seien. Parolin erklärte weiter, der Vatikan habe "zur Kenntnis genommen", dass sich die italienische Regierung hingegen für eine Form der Teilnahme an dem "Friedensrat" entschieden habe.

Der Chefdiplomat des Papstes äußerte sich nach einer hochkarätig besetzten bilateralen Fest-Veranstaltung in Rom aus Anlass des Jahrestags der Lateranverträge zwischen Italien und dem Heiligen Stuhl. An dem Treffen nahmen auch Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und Regierungschefin Giorgia Meloni teil. Der Vatikan und die Italienische Republik bemühen sich in der Regel um ein abgestimmtes Vorgehen in der Außenpolitik.

Vatikanstaat

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Petersplatz im Vatikan  / © Agustin Jose Jemic (shutterstock)
Petersplatz im Vatikan / © Agustin Jose Jemic ( shutterstock )
Quelle:
KNA