Regensburger Domspatzen singen wieder im Dom

"Unsere DNA besteht aus Singen und Musizieren im Chor"

Nach sechs Monaten Zwangspause kehren die Regensburger Domspatzen in den Dom zurück. Die Freude sei groß, nicht nur bei den Sängern, erklärte Domkapellmeister Christian Heiß an diesem Mittwoch.

Regensburger Domspatzen / © Sebastian Widmann (KNA)
Regensburger Domspatzen / © Sebastian Widmann ( KNA )

Am Sonntag werden die Männerstimmen des ersten Chores erstmals nach der coronabedingten Unterbrechung wieder in der Messe um 10 Uhr singen. "Unsere DNA besteht aus Singen und Musizieren im Chor", sagte Heiß.

"Es wurde Zeit, dass wir im Dom, in unserer Heimat mit größerer Besetzung das tun können, was unsere eigentliche Aufgabe ist." Die Gesundheit aller Sänger und Chorleiter bleibe dabei weiter im Blick, alle staatlichen und kirchlichen Vorgaben würden eingehalten.

34 Männerstimmen werden laut Mitteilung die "Missa brevis" von Michael Haller (1840-1915) singen, außerdem die Motette "Cantate Domino", eine Eigenkomposition von Domkapellmeister Heiß. Ab sofort würden wieder regelmäßig Chorformationen der Domspatzen die Sonntagsmessen in der Kathedrale musikalisch gestalten.

Online-Proben in Corona-Krise

Mitte März hatte der Knabenchor den Proben- und Auftrittsbetrieb komplett einstellen müssen. Zwischenzeitlich behalf man sich mit Online-Proben, seit Juni darf wieder in kleineren festen Gruppen gesungen werden. Erste Tests, mit welchen Formationen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln gemeinsames Singen während einer Messe im Dom möglich ist, gab es dann Ende Juli.

Die Regensburger Domspatzen zählen zu den ältesten Knabenchören der Welt. Ihre Tradition reicht bis zur Gründung der Domschule im Jahr 975 durch Bischof Wolfgang zurück. Erste Aufgabe des Chors ist die musikalische Gestaltung der Gottesdienste im Dom.

Christian Heiß, neuer Chef bei den Regensburger Domspatzen / © Christian Klenk (KNA)
Christian Heiß, neuer Chef bei den Regensburger Domspatzen / © Christian Klenk ( KNA )
Quelle:
KNA
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