Uni Zürich würdigt ökumenisches Wirken von Theologin Sattler

Das konfessionelle Miteinander gefördert

Die Universität Zürich hat das Wirken der Münsteraner Theologin Dorothea Sattler für die Ökumene gewürdigt. Sattler sei von der Universität ehrenpromoviert worden, diese Auszeichnung gelte ihrem Lebenswerk, hieß es laut Mitteilung.

Dorothea Sattler / © Lars Berg (KNA)
Dorothea Sattler / © Lars Berg ( KNA )

Die Urkunde benennt sie demnach als "eine führende Ökumenikerin, die sich in der wissenschaftlichen und kirchlichen Arbeit unermüdlich für die Einheit der christlichen Konfessionen einsetzt".

Vorgeschlagen worden sei sie von der Theologischen Fakultät, die Forschung und Lehre "vornehmlich" aus evangelischer Tradition verantworte. Das teilte das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) am Montag in Berlin mit.

Ständiger Austausch

"Ich sehe darin auch das ökumenische Anliegen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken wahrgenommen", zitierte das ZdK Sattler. "Wir engagieren uns für die Ökumenischen Kirchentage in Deutschland und sind darüber hinaus in ständigem Austausch mit evangelischen Theologinnen und Theologen." Netzwerke fragten immer häufiger nach einem "gemeinsamen christlichen Anliegen und weniger nach konfessionellen Unterschieden".

Irme Stetter-Karp, Sozialwissenschaftlerin und Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken / © Dieter Mayr (KNA)
Irme Stetter-Karp, Sozialwissenschaftlerin und Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken / © Dieter Mayr ( KNA )

ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp betonte: "Die Ehrendoktorwürde verstehe ich als wichtige Bestätigung, ihre Reformthemen in der Ökumene und auf dem Synodalen Weg mit Verve voranzubringen. Ich freue mich, dass wir eine so herausragende Persönlichkeit in den Reihen unserer Mitglieder wissen."

Forums-Co-Leiterin bei Synodalem Weg

Sattler ist Professorin für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Direktorin des Ökumenischen Instituts an der Katholisch-Theologischen Fakultät. Sie ist als Einzelpersönlichkeit ZdK-Mitglied und als dessen Vertreterin in der Gemeinsamen Konferenz der Bischöfe und des ZdK.

Dorothea Sattler bei Beratungen zum Synodalen Weg (Archiv) / © Harald Oppitz (KNA)
Dorothea Sattler bei Beratungen zum Synodalen Weg (Archiv) / © Harald Oppitz ( KNA )

Seit 2005 ist sie den Angaben zufolge auf römisch-katholischer Seite wissenschaftliche Leiterin im Ökumenischen Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen. Mit dem Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode leitet sie das Synodalforum "Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche" beim Synodalen Weg in Deutschland.

Ökumene

Der Begriff "Ökumene" stammt aus dem Griechischen und heißt wörtlich übersetzt "die ganze bewohnte Erde". Gemeint sind die Bemühungen um die Einheit aller getrennten Christen. Die Ökumenische Bewegung ging zunächst von evangelischer Seite aus; als Beginn gilt die Weltmissionskonferenz von Edinburgh im Jahr 1910. Sie führte 1948 zur Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen (Weltkirchenrat, ÖRK) mit Sitz in Genf. Ihm gehören heute 349 reformatorische, anglikanische und orthodoxe Kirchen mit 560 Millionen Christen in 110 Ländern an.

Bewegung in der Ökumene / © Paul Sklorz (KNA)
Quelle:
KNA