In Washington ist am Donnerstag zum ersten Mal der von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene Friedensrat zusammengekommen. Spitzenpolitiker aus mehreren Ländern machten bei dem Treffen des "Board of Peace" den Angaben der US-Regierung zufolge Hilfszusagen für den Gazastreifen in einer Gesamthöhe von über 6,5 Milliarden US-Dollar. Zugleich lobten Teilnehmer wie der ungarische Ministerpräsident Victor Orban den US-Präsidenten für seinen "unablässigen Einsatz für den Frieden in der ganzen Welt".
Kritik an EU-Kommission
Der Friedensrat ist international umstritten, weil Trump ihn als Konkurrenz zur Arbeit der UN versteht. So hatte der Vatikan zu Beginn der Woche erklärt, sich nicht an dem Gremium zu beteiligen. Bei dem Projekt gebe es einige "ungeklärte Punkte", so Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Frankreich kritisierte unterdessen, dass die Kommissarin für den Mittelmeerraum, Dubravka Suica, im Namen der EU-Kommission der Sitzung beiwohnte.
Der israelische Außenminister Gideon Sa’ar erinnerte bei dem Premierentreffen des "Board of Peace" an den Überfall der Hamas, der im Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst hatte, und bekräftigte die Forderung nach einer kompletten Entwaffnung der palästinensischen Terrororganisation.
Fifa will Fußball-Stadion bauen
Ebenfalls zugegen war der Präsident des Weltfußballverbandes Fifa, Gianni Infantino. Die Sprache des Fußballs werde überall auf der Welt verstanden, weil sie Freude und Hoffnung bringe. Deswegen gehe die Fifa eine Partnerschaft mit Trumps Friedensrat ein, so Infantino, bevor ein eingespieltes Video den Bau von 50 kleinen und fünf großen Fußballfeldern im Gazastreifen ankündigte. Weiter ist den Angaben zufolge der Bau einer Fußballakademie sowie eines nationalen Stadions mit einem Fassungsvermögen von bis zu 25.000 Zuschauern geplant.
Bereits in seiner Eröffnungsansprache dankte Trump Infantino, der ihm im Dezember den erstmals verliehenen Fifa-Friedenspreis überreicht hatte. Friede sei einfach auszusprechen, aber schwer zu erreichen, so der US-Präsident. Er fügte hinzu, dass seine Regierung in den vergangenen zwölf Monaten acht Kriege beendet habe.