Treffen der Grabesritter in Dortmund

20 neue Mitglieder

Der Päpstliche Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem nimmt am Samstag in Dortmund 20 neue Mitglieder auf. Um in den Orden aufgenomen zu werden, muss man vorgeschlagen werden, "unbedenklich" sein und seinen Glauben öffentlich bekennen.

Mitglieder des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (KNA)
Mitglieder des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem / ( KNA )

Der Großprior der Deutschen Statthalterei, Kardinal Reinhard Marx, wird den neuen Mitgliedern des Päpstlichen Ritterordens Mantel und Ordenskreuz überreichen. Die Herren erhalten zusätzlich einen Ritterschlag, wie die Verantwortlichen am Donnerstag in Dortmund ankündigten. Das Treffen wird von der Komturei Sankt Meinolphus Dortmund des Ritterordens vom Heiligen Grab ausgerichtet, die in diesem Jahr ihr 65. Bestehen feiert.

Höhepunkt des dreitägigen Treffens: der Investiturgottesdienst

Zu der bis Sonntag dauernden Herbstinvestitur werden in der Westfalenmetropole rund 550 Gäste erwartet. Sie kommen unter anderem aus dem kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Leben. Erwartet werden auch Delegationen aus Belgien, den Niederlanden und der Schweiz. Höhepunkt der dreitägigen Versammlung sei der Investiturgottesdienst mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx.

Die Feier am Samstag um 16.00 Uhr in der evangelischen Stadtkirche Sankt Reinoldi finde in ökumenischer Verbundenheit statt, betonte der Ritterorden. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet ein Gottesdienst mit dem Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker am Sonntag um 10.00 Uhr in der Propsteikirche Sankt Johannes Baptist.

Kandidaten werden angesprochen, auch Frauen zugelassen

Die Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab umfasst rund 1.600 Mitglieder in sechs Ordensprovinzen und 38 Komtureien. Um eine Aufnahme in den Orden kann man sich nicht bewerben, mögliche Kandidaten werden angesprochen. Außerdem ist ein Schreiben des örtlichen Pfarrers sowie ein "Nihil obstat" notwendig, eine Art Unbedenklichkeitserklärung der Kirche.

Frauen sind in dem päpstlichen Orden seit 1883 als vollwertige Mitglieder zugelassen. Ihr Anteil beträgt laut den Angaben etwa 20 Prozent in der Deutschen Statthalterei. Neben einem Beitrag von 400 Euro werden auch höhere Spenden von den Rittern erwartet. Die weltweit rund 30.000 Ordensmänner und -frauen verpflichten sich, den katholischen Glauben öffentlich zu bekennen sowie Gesellschaft und Kirche zu dienen. Hauptaufgabe ist jedoch die Unterstützung der Christen im Heiligen Land.

 

Quelle:
KNA